Hartz IV: Ehrenamtliche Tätigkeiten in Gefahr

Hartz-IV-Bezieher müssen damit rechnen, dass ihre Aufwandsentschädigung für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Einkommen angerechnet wird.

So sieht es ein Referentenentwurf zum entsprechenden Paragraphen im Sozialgesetzbuch vor. Bisher kann ein Leistungsempfänger für seine ehrenamtliche Arbeit eine Pauschale von maximal 175 Euro je Monat anrechnungsfrei erhalten, um seine Auslagen in Zusammenhang mit der ehrenamtlichen Tätigkeit auszugleichen. Diese Pauschale soll nun als Einkommen angerechnet werden, was die Höhe der Leistungen entsprechend mindert. Da sich aber kaum ein Bezieher von ALG II Auslagen für sein Ehrenamt leisten kann, ist hier mit einem deutlichen Rückgang der ehrenamtlichen Arbeit in befürchten.

Zwar sollen auch in Zukunft Ausgaben für eine ehrenamtliche Tätigkeit abgerechnet werden können, jedoch dann nur unter Vorlage entsprechender Belege auch für die kleinsten Ausgaben. Damit wird ein hoher bürokratischer Aufwand erreicht und das Stammpersonal in den Argen noch mehr belastet.

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6 Antworten auf Hartz IV: Ehrenamtliche Tätigkeiten in Gefahr

  1. Julchen sagt:

    Nun ja, diese Regierung tut ALLES, um Hartz IV Empfänger zu demütigen, diskriminieren und weiter ins Elend zu bringen.

    Wenn wir Bürger schon keine Arbeit mehr bekommen, dann sollte man nicht noch das letzte bischen Würde wegnehmen, denn es ist ja auch eine Aufgabe die ausfüllt und andern Menschen hilft.

    Man kann sich nur fremdschämen für Frau Merkel und ihre Helfershelfer.

    Derzeit, zumindest hier- beginnt man, den Bürgern die Wohnungen wegzunehmen, in dem die Nebenkosten nicht mehr übernommen werden in 2011- wenn sie nicht exakt dem Bedarf entsprechen.
    Die Grundpauschale zahlen sie zwar, aber sie wollen, das man umzieht- egal wohin. Erst kommt der mündliche Hinweis- und danach der schriftliche.

    Raus aus den Wohnungen wird es ab 2011 heissen, denn der Bund zahlt den Städten keinen Zuschuss mehr- und natürlich bleiben auch die Vermieter auf der Strecke- wenn die Wohnungen leer stehen, so kommt auch weniger Einkommenssteuer in die Stadtkasse.

    Es ist nur noch zum kotzen in diesem Land.

    Hauptsache aber das unsere Politiker schön fett gefressen sind an Weihnachten und unser Geld auf die korrupteste Art und Weise verballern, sich die Diäten erhöhen und prassen wie Graf Koks.

    Merkel? Nein Danke- schafft sie endlich ab-mit euren Bürgerstimmen und wählt links oder grün.

  2. Ele sagt:

    Leider hast Du mit allem völlig recht, Julchen!
    Ich kann es oft einfach nicht glauben, daß immer noch neue Kürzungen vorgenommen werden….und zwar immer ausgerechnet bei den finanziell Schwächsten. Ich bin einfach nur fassungslos, was sich unsere Regierung jeden Tag Neues einfallen läßt, um unsere Gürtel noch enger zuzuschnallen! Wir kriegen doch bald keine Luft mehr!!

  3. Mettworstbarom sagt:

    Ja Julchen, wer hat denn IM Erika gewählt? Warum machen die Harzer keinen Aufstand? Wie hat Junker gesagt: wir machen immer weiter bis es kein zurück gibt.
    Der wird zwar kein Recht haben, denn irgendwann kommt auf Aktion , Reaktion und dann möchte ich kein Politiker sein. Bin ich auch nicht, denn ich habe lange Beine.

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  5. Feli sagt:

    Also sorry, ich sehe das weniger als Diskriminierung. Viel eher machen unsere Politiker damit das Gesundheitssystem noch weiter kaputt. Erst fallen die Zivis weg,wegen dem Wegfall der Wehrpflicht und nun auch noch die ehrenamtlichen Kräfte.
    Das ist doch hohl,ehrlich zumal nach der Rechnung 100€ frei wären und danach 20 % des Restes anrechnungsfrei,wären bei 75@ also 15€.
    Also von 175€ darf man dann 115 behalten.
    Nicht das man ohnehin für diese Tätigkeiten “Unterbezahlt” ist,denn die Zumutung zb. bei Altersheimen ist ja nicht weniger als bei der Pflegekraft usw.

    Da frage ich mich doch glatt,wo ist der Unterschied zwischen Politikern und ALG2-Empfängern? Beides wird aus Steuergeldern finanziert. Das der Politiker,der nur zum Eintragen in die Liste kommt mehr tut als der ALG2 bezieher,bezweifle ich für mich persönlich dann schon. Der Unterschied ist wohl die Höhe der Zuwendungen durch den Staat und das der Politiker seine ganzen Nebeneinkünfte behalten darf und was nicht alles von der Steuer wiederbekommt wobei ihm das natürlich auch zur freien Verfügung steht.
    Aber ansonsten sind es beides Menschen (naja bei manchen Politikern ist auch das zweifelhaft in meinen Augen) die vom Staat bezahlt werden, der eine soll in Sinne der anderen entscheidungen treffen als dessen (gewählter??) Vertreter und der andere muss jeden Schwachsinn über sich erdulden die diese überbezahlten Schnösel in ihren Launen, ohne fundierte Kenntnis deren Lage und auch nur Interesse daran (meistens und leider) entscheiden!

  6. M.Hauser sagt:

    Anfang Jan. 2011 erklärte mir die Arge in Zwickau, dass höchstwahrscheinlich die Aufwandsentschädigung für Ehrenämter bald auf die ALG 2 Leistung angerechnet wird. Dankeschön! Ich habe mich z.B. als Interviewerin für den Zensus 2011 – Haushaltbefragung – auf ehrenamtl. Basis gemeldet, dafür sucht man händeringend Leute.Man kann dabei einige Hundert Euro verdienen, hat aber auch allerhand Aufwand an Fahrgeld und Zeit.Dann habe ich noch mein Ehrenamt als Friedhofsarbeiterin sowie einen Minijob. Was bleibt mir am Ende des Monats ? Arbeit muss sich wieder lohnen – ich kann es nicht mehr hören. Ich bin sicher, dass viele Hartz 4-Leute dann das Ehrenamt hinschmeißen, besonders, wenn sie noch eine geringf. Beschäftigung ausüben und hohe Fahrtkosten haben. Ob Kinder- u. Jugendfreizeiteinrichtungen, Seniorenbetreuung, Tätigkeiten bei der Kirche usw. sind auf Ehrenamtliche angewiesen, zahlen dafür auch – nur unsere Politker wollen es den Helfern wieder wegnehmen – es ist UNVERSCHÄMT !

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