Einsparungen bei der Bundesagentur für Arbeit werden zu einem drastischen Wegfall der Ein-Euro-Jobs führen. So befürchtet allein das Bundesland Berlin den Wegfall von 15.000 entsprechenden Stellen.
Bundesweit wird mit dem Wegfall von einem Drittel der Ein-Euro-Jobs gerechnet, bei denen Hartz-IV-Bezieher gegen eine Aufwandsentschädigung von durchschnittlich 1,50 € je Stunde zeitlich befristet einer Beschäftigung nachgehen. Durch den Wegfall der maximal 190 € je Monat, die bei dem Hartz IV anrechnungsfrei waren und also dem Bezieher in voller Höhe zustanden, wird sich die Lage vieler Langzeitarbeitsloser weiter verschlechtern. Das dürfte besonders strukturschwache Regionen treffen, in denen diese Art der Beschäftigung bislang eine große Rolle spielte. Im Jahr 2009 hatten im Durchschnitt 280.000 Menschen einen
solchen Ein-Euro-Job, die Kosten beliefen sich auf mehr als 1 Milliarde Euro.
Mit dem Sparpaket der Bundesregierung wurden die Mittel für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen von 6,6 Milliarden auf 5,3 Milliarden Euro gekürzt. Trotz dieser Kürzung wurden den ARGEN gleichzeitig neue Aufgaben zugeteilt: so müssen sie sich intern um eine Organisationsreform kümmern und sind ab 2011 auch noch für die Leistungen des neuen Bildungspaket zuständig. Daher befürchten Kritiker, dass die ARGEN aus den Mitteln der Arbeitsmarktförderung in das Verwaltungsbudget umschichten.
In Berlin würde nach vorläufigen Berechnungen von den insgesamt 30.000 Ein-Euro-Jobs die Hälfte wegfallen. Das hätte nicht nur Auswirkungen auf die Langzeitarbeitslosen, sondern auch auf die freien Träger, die bislang die Ein-Euro-Jobs anboten. Hier wird mit massiven Einschränkungen und Entlassungen gerechnet. Hunderte Mitarbeiter der Beschäftigungsträger müssten deshalb selbst mit dem Gang zur Arbeitsagentur rechnen.

die v.d.l. hat ja jetzt stattdessen die ein-eurojobs auf 3 jahre basis , genannt “bürgerarbeit” geschaffen. kein wunder dass städte und gmeinden schlange stehen , um auf diese weise billige arbeitskräfte auszubeuten. denn bekanntlich wird ja jede weigerung mit einer völligen streichung des alg2 sanktioniert. zu deutsch nennt man das auch zwangsarbeit. dass damit auch weiterhin gegen grundrechte verstossen wird , spielt in der bananenrepublik deutschland seit schröder ja keine rolle mehr..aber was will man auch von der hartz-gesetzgebung erwarten, die großteils von einem vorbestraften entwickelt und nach ihm benannt wurde
Da werden sich einige Mitarbeiter der hochlöblichen Beschäftigungsträger erschrecken, wenn sie auf einem kahlen Flur stehen und jemand kommt vorbei mit den Worten – “Willkommen im Club.”
Wird doch eh alles zensiert,.
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Bürgerarbeit und Ein-Euro-Jobs sind gleich zusetzen mit Zwangsarbeit.
Das kann jeder im ILO Übereinkommen C29 Zwangsarbeit, 1930, ratifiziert am 13/06/56 nachlesen.
Diese Jobs sind demnach rechtswidrig.
Bedauerlich ist, dass die arbeitsmarktnahen Maßnahmen durch die Kürzungsorgie sehr deutlich verringert werden.
Die Arbeitsgelegenheiten als arbeitsmarktfernes Angebot waren und sind für die Betroffenen nicht zielführend (praktisch keine Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt und häufig Druckmittel) und weitgehend auch nicht wettbewerbsneutral. Ein paar dieser Jobs könnten auf freiwilliger Basis zur Taschengeldaufbesserung beibehalten werden. Ansonsten Tschüss und keine Träne darüber verlieren.
“die Kosten beliefen sich auf mehr als 1 Milliarde Euro.”
Die Regierung sollte mal hinsehen wer dieses Geld bekommt. Die 1-Euro-Jobber nicht. Von diesem Geld leben doch Hauptsächlich die sogenannten Maßnahmeträger. Ich bekomme 1,30 Euro und muss jeden Tag 30 km mit dem PKW fahren. Dann sitze ich 5 Stunden in einer “Gesundheitsmaßnahme”, die notwendig wäre wenn man in die “Bürgerarbeit” rein soll. Dann ist es so, dass es gar keine Bürgerarbeitsplätze gibt. Zumindest in unserer Region nicht.