Bildungschipkarte: Test bereits 2011 geplant

Die umstrittene Bildungschipkarte für Kinder aus Hartz-IV-Familien könnte schneller in die Tat umgesetzt werden, als mancher Bürger glauben mag. Presseberichten zufolge plant man im Bundesarbeitsministerium die Einführung der Karte in einigen Regionen bereits für Anfang des kommenden Jahres. In diesen Modellregionen wird die Funktionsfähigkeit der Karte getestet, bevor im Sommer 2011 eine umfassende Pilotphase startet. Ursula von der Leyen scheint es bei der Bildungschipkarte eilig zu haben.

Dabei ist deren konkrete Ausgestaltung alles andere als klar. Aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts im Februar dieses Jahres ist die pauschale Ableitung der Regelsätze für Kinder von denen der Erwachsenen verfassungswidrig. Inwiefern ist aber eine pauschale Bestimmung der Sätze konform? Und wo legt man die Messlatte für den Bildungsbedarf an? Kein Wunder, dass Renate Künast von den Grünen eine „ordentliche Neuberechnung“ der Sätze fordert.

Individuellen Bildungsanforderungen gerecht werden

Um den individuellen Anforderungen der Kinder gerecht zu werden, soll die Chipkarte noch von vornherein mit einem pauschalen Betrag aufgeladen werden. Dabei sollen Schulmaterial und Freizeitbeihilfen standardisiert werden, Lernhilfen aber aufgrund der individuellen Bedürfnisse zur Verfügung stehen. Drehscheibe der neuen Bildungschipkarte werden dem Konzept der Arbeitsministerin zufolge die Jobcenter werden. Deren Aufgabenbereich wächst damit in zunehmendem Umfang. Und damit dürfte neue Kritik vorprogrammiert sein. Denn wer weiß schon, ob im Jobcenter der individuelle Bedarf von Kindern richtig eingeschätzt werden kann.

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0 Antworten auf Bildungschipkarte: Test bereits 2011 geplant

  1. R.Schmidt sagt:

    Viele der Argemitarbeiter sind schon jetzt nicht in der Lage, Bedürftigkeiten zu erkennen oder einzuschätzen. Ohne eine dementsprechende Ausbildung, will man die jetzt auf die Kinder loslassen. BRAVO !!!
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    Ein riesiger finanzieller Aufwand ist von Nöten, um die Umsetzung des “Leyenkärtchens” zu bewältigen. Die Karten kosten, Lesegeräte müssen angeschafft werden und die ganze Schose muß auch verwaltet werden. Gibts dann neue Jobs? Wenn ja, wo?
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    Meines Erachtens sagt das Bundesverfassungsgericht, die Sachlage muß geklärt werden bis 31.12.2010. Was sollen Pilotprojekte im Jahre 2011? Wie verfährt man bis dahin mit dem Regelsatz für Kinder?
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    Ursula kann ebend nur von Musikschule und Sportverein labern. Was nutz ein Gutscheinbetrag für die Musikschule wenn das Geld fürs Klavier nicht da ist, und was macht Klein Torben mit seiner Sportvereinmitgliedschaft, wenns zu Hause nicht mal fürs Essen reicht oder er sich den Bus zum Training nicht leisten kann.

  2. Julchen sagt:

    Der Chip oder die Karte ist nichts anderes- als ein Kontrollorgan.
    Die totalitäre Überwachung hat doch schon lange begonnen- gerade die FDP ist mit am schlimmsten und die CDU ja ohnehin.

    Die Eltern werden sich leider nicht wehren können- und was so dann für “alle” Kinder irgendwann sein soll- ist der Beginn eines 4. Reiches- nur moderner.

    Die Dinge haben mit Bildung absolut gar nichts zu tun, die würde es auch anders geben.

    Nachdenkseiten und viele andere Seiten informieren über die Motive der Regierung.
    Diese Regierung muss man abwählen mit allen Mitteln.

    Gespannt auf die nächsten Landtagswahlen!

  3. Roter Ritter sagt:

    Die Mutti der Nation und ihre Bettelkarte wie kann man Hartz IV Empfänger noch mehr Demütigen und kontrollieren durch die Willkür der ARGE Mitarbeiter die das alles kontrollieren sollen und wer verdient an dieser Bettelkarte die Kirchen die sofort neue 1 Euro jobs anbieten werden diese 1 Euro Jober sollen dann die Kinder denn Nachhilfeunterricht erteilen.Aber es ist sicher das die Mutti der Nation mit dieser Bettelkarte nur das Geld was denn Hartz IV Kindern zu steht durch das Urteil des Bundesverfassungsgericht einsparen will denn die Kosten für diese Bettelkarte werden einfach als guthaben mitgerechnet.

    • Julchen sagt:

      Bildungschipkarte: Von der Leyen verteidigt “Etikettierung” von Hartz-IV-Kinder

      Berlin – Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat die geplante Bildungschipkarte für Kinder aus Hartz-IV-Familien verteidigt. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Bedenken geäußert: «Es gibt noch Probleme, beispielsweise beim Datenschutz», hatte Schröder, die wie von der Leyen der CDU angehört, der «Bild am Sonntag» gesagt. «Die Chipkarte darf nicht dazu führen, dass wir künftig Bewegungsprofile von Kindern und Jugendlichen erstellen können oder staatliche Stellen präzise Informationen über deren Freizeitverhalten sammeln.»

      Leyen erklärte daraufhin, Schröders Äußerungen zeigten, dass es noch viele Missverständnisse bei dem Thema gebe. Es gebe heute schon unzählige Chipkarten, mit denen Kinder Zugang zu fördernden Angeboten hätten. «Es würde doch niemand auf die abwegige Idee kommen, diese Karten zu verteufeln mit dem Argument, man könne damit herausfinden, in welchem Verein ein Kind Fußball spielt oder welches seine Lieblingsbibliothek ist. Ein Mitgliedsausweis erstellt noch lange kein Bewegungsprofil», betonte die Ministerin. Sie habe inzwischen mit Schröder gesprochen.

      http://www.net-tribune.de/nt/node/26705/news/Bildungschipkarte-Von-der-Leyen-verteidigt-Etikettierung-von-Hartz-IV-Kinder

      Ich persönlich halte die Familienministerin Schröder für einen Flop und sie wird der von der Leyen wieder nachkriechen. Unfähig – auch weil sie von Kindern keine Ahnung hat.

  4. R.Broeker sagt:

    Als würde die Einführung einer Bildungskarte die Probleme beheben?! Das ist mal wieder purer Aktionismus der Regierung! Vielmehr sollte man die Kosten der Einführung eines Kartenssystems in ein vergrößertes Angebot an Ganztagsschulen stecken! Dies würde viel schneller und besser helfen. Ganz zu schweigen, dass die Bildungskarte diskriminierend und stigmatisierend ist

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