Hartz IV – Bessere Betreuung durch öffentlichen Vergleich der Jobcenter?

Bundesarbeitsministerin, Ursula von der Leyen (CDU), will die Qualität der Jobcenter durch einen öffentlichen Vergleich verbessern. Mit einem öffentlichen Leistungsvergleich solle die Vermittlung von Hartz IV Empfängern „flächendeckend besser werden“, so die Arbeitsministerin.

Wie Ursula von der Leyen berichtet, möchte sie „auf das wirksamste aller Instrumente: den öffentlichen Vergleich“, zurückgreifen. Damit erhofft sie sich eine Leistungssteigerung der Jobcenter und die Erkenntnis darüber, ob in den Jobcentern eher verwaltet oder tatsächlich vermittelt wird. Dabei setzt sie auch auf die lokale Presse und die Vertreter der Städte und Gemeinden. Die Bürgermeister und Landräte wollen sicherlich wiedergewählt werden, was beim Leistungsvergleich für großen Antrieb sorgen wird, so von der Leyen.

Seit Einführung von Hartz IV in 2005, kümmern sich Kommunen und Arbeitsagenturen gemeinsam in den Jobcentern um die Vermittlung von Arbeitslosen, nach Aussagen von der Leyens „seitdem erfolgreicher und schneller“. Die Zusammenlegung in die Jobcenter wurde vom Bundesverfassungsgericht jedoch als verfassungswidrig erklärt. Hier soll das Grundgesetz dahingehend geändert werden, dass Bund und Länder auch weiterhin die Hartz IV Empfänger aus einer Hand betreuen können. Eine Zustimmung des Bundestages ist bereits erfolgt, der Bundesrat muss der Änderung des Grundgesetzes noch am kommenden Freitag zustimmen.

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0 Antworten auf Hartz IV – Bessere Betreuung durch öffentlichen Vergleich der Jobcenter?

  1. Jonas sagt:

    Wann begreift die Politik endlich, dass Hartz IV Empfänger keine geistig gestörten Menschen sind, die man betreuen muß. Erst wenn diese Entmündigung von Millionen Menschen aufhört, Menschen, die bis zu dem Tag als man sie in die Arbeitslosigkeit gestoßen hat, selbständig denkende oft auch erfolgreiche Bürger waren.
    Heute werden sie zu Nummern und zu Betreuende reduziert. Viele Einzelfallmanager stoßen jene, die sich dagegen wehren gezielt in die Abhängigkeit der Jobcenter, damit sie selber ihren Job behalten können.
    Hatten wir nicht ähnliches schon einmal, wo Menschen zu Arbeitsmaterial für Tätigkeiten benutzt wurden, die der Staat nicht bezahlen will.
    Frau von der Leyen sollte klüger sein als ihre Vorgänger! Aber das ist wohl zuviel verlangt.
    Und was ist mit den
    jungen Menschen, die in einem Alter sind wo Kraft und Neugierde den Geist für das Leben vorbereiten. Sie bekommen vorweg keine Chance.
    Statt Tafeln mit Produkten, die den Körper durch die Industrienahrung vergiften, sollte es Runde Tische geben. Das wäre der richtige Weg in einer Demokratie.

  2. R.Schmidt sagt:

    Solange der Staat nicht in der Lage ist, Anreize für den Aufbau neuer Jobs in den Firmen zu bringen, bleibt es wegen diesen fehlenden Jobs nur beim verwalten der Betroffenen. Man kann niemanden vermitteln wenn kein Arbeitsplatz da ist, für den der Betroffene qualifiziert ist.

    Also müssen die Argemitarbeiter,die von ihrer Ministerin zu Höchstleistungen aufgefordert werden, anfangen “zu zaubern”.
    Da bekommt der Suchende in Halle ein Jobangebot aus Bremen, der aus Bremen eins aus München und der Münchner eines aus Holland. Keiner ist dazu qualifiziert, aber man hat ihnen, für die Statistik, ein Angebot “vermittelt”.

    Von der Leihenhaftigkeit ist die falsche Person für diesen Posten. Nur Gerede, Zeit schinden und immer mal wieder Hartz 4 Kinder ins Gespräch bringen, die bald bunte Gutscheinhefte kriegen.

    “Mensch Mädel, wach auf! Hier gibts arbeitswillige Menschen, langjährige Arbeitnehmer – die brauchen einen Job oder zumindest eine menschenwürdige Grundsicherung und nicht son LARIFARIGELABERE!”

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