SPD-Idee: Hartz-IV-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten

Gemeinwohlorientierter Arbeitsmarkt – hört sich gut an, heißt aber nichts anderes als dass Hartz-IV-Empfänger gegen ein geringes Entgelt in Seniorenheimen und auf öffentlichen Sportplätzen arbeiten sollen. Dieser Vorstoß von der nordrhein-westfälischen SPD-Chefin Hannelore Kraft sorgt für viel Diskussionsstoff, zumal sie behauptet, ein Viertel der Leistungsempfänger werde nie einen regulären Job finden.

Die Sozialstaatsdebatte erhält damit einen ganz neuen Anstrich, wenn schon seitens einiger Politiker keine Hoffnung mehr besteht, dass ein Großteil der 570.000 Leistungsempfänger vermittelt werden kann. Für NRW-Arbeitsminister Karl Josef Laumann ist eine solche Aussage schlicht „unerträglich“. Er werde keinen einzigen Arbeitslosen aufgeben. CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid nannte die Worte von Hannelore Kraft eine „Kapitulationserklärung gegenüber allen arbeitsuchenden Menschen“.

Bestätigt in ihrer Forderung, der Sozialstaat müsse erneuert werden, sieht sich hingegen die FDP. Und aus den Reihen der SPD heißt es von Generalsekretärin Andrea Nahles: „Der gemeinnützige und soziale Arbeitsmarkt muss eine klare Alternative zu den Ein-Euro-Jobs sein.“ Damit ist sie auf einer Linie mit den Gewerkschaften, die sich für die Idee von Hannelore Kraft aussprechen. Sie will den Menschen mit regelmäßiger Arbeit das Selbstwertgefühl zurückgeben, mehr zahlen als bei einem Ein-Euro-Job und ist überzeugt, dass sich viele freiwillig melden. Damit stößt sie vom Prinzip her ins gleiche Horn wie Guido Westerwelle – nur nicht mit Schneeschippen im Winter, sondern mit Fegen im Sommer.

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0 Antworten auf SPD-Idee: Hartz-IV-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten

  1. Julchen sagt:

    Frau Kraft kann mich mal…..
    mein Selbstwertgefühl ist groß genug- auch ohne dass ich einem die Strasse kehren.

    diese ständige Bevormundung der Parteien geht mir auf den Nerv.

    Arbeit her !
    Knete her!
    sonst nix!

    • Diese zum Kotzen dümmliche Ideologie “Hauptsache Arbeit” scheint sich bei den SPDlern (und nicht nur bei denen) ins Hirn gefressen zu haben. Diese Ideologie ist schlicht dummes Zeug! Bild läßt grüßen!
      Weil es menschenwürdige Arbeit nicht gibt, verennt man sich in diese Sprüche. Ein Diplomingenieur, ein Starkstromelektriker, eine Kommunikationswissenschaftlerin, ein hoch qualifizierter Facharbeiter usw., allesamt Langzeitarbeitslose, werden sich für diesen Krafft´schen Blödsinn bedanken. Einfach nur lächerlich.

      Entweder, die Gesellschaft schafft reguläre Arbeitsplätze, oder aber sie muß sich mit dem Gedanken vertraut machen, Langteitarbeitslosen Gehälter auch ohne Arbeit zu bezahlen. Geld gibt es wie Dreck, wie Geissler es schon richtig sagte! Man muß es nur von denen abholen, die bisher keine oder nur sehr wenig Steuern bezahlt haben. Dabei denke man auch an die rund 350 Milliarden, die unversteuert auf Inseln für Steuerkriminelle gebunkert sind.

  2. R.Schmidt sagt:

    Damit stößt sie vom Prinzip her ins gleiche Horn wie Guido Westerwelle – nur nicht mit Schneeschippen im Winter, sondern mit Fegen im Sommer.

    Das sehe ich nicht so! Westerwilly wollte Schneeschippen auf “Befehl” und ohne Bezahlung.
    Kraft will, freiwillig anzunehmende Angebote gemeinnütziger Arbeit, gegen bessere Entlohnung (Zuverdienst) als beim 1 Euro Job.
    Das sind für mich schon Unterschiede.

    Faktisch kann ich entscheiden, bei vorgelegten Angeboten, ob ich das möchte und kann mit meiner Arbeit noch was dazu verdienen.

    Ehe ich den ganzen Tag, außer Bewerbungen schreiben, nicht viel sinnvolles zu tun habe oder auf Grund von völlig fehlenden finanziellen Vorraussetzungen nichts unternehmen kann, wäre das eine Alternative, wenigstens auf “Kleiner Basis” aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen.

    Wie gesagt – freiwillig, bei höherem Zuverdienst – kann für Interessierte nicht schlecht sein.

    ABER, was ist dann mit dem finanziellen Unterschied zu Niedrigverdiener? Da fängt das Rad an zu klemmen und die Debatten entzünden sich erneut, der Zirkus geht weiter.
    Also müsste gleichzeitig ein Mindestlohngesetz her, und es muß sichergestellt sein, das auch flächendeckend die Kommunen in der Lage sind, das zu finanzieren!

  3. Konopka sagt:

    ich bin auch von Hartz 4 betroffen und nehme gerade an einem Bewerberseminar teil wo mir das erstellen von Bewerbungen bei gebracht wird. Ich habe bereits bis zu 30 Bewerbungen abgeschickt und habe bis Dato noch keine Antwort auf eine meiner Bewerbungen bekommen.Mein Problem ist das ich keinen Führerschein besitze,den ich aber von Hartz 4 nicht finanzieren kann.Ich habe mich bei der GAB in Steinfurt erkundigt und als Antwort bekommen das ein Führerschein von Hartz 4 nicht Finanziert wird.Ich möchte vom Staat nichts geschenkt bekommen und habe um ein Darlehen gebeten um eben den Führerschein zu erwerben.Da meine Chancen sich dann auf dem Arbeitsmarkt so verbessern das ich innerhalb kürzester Zeit in arbeit sein würde. Ich fühle mich aufgegeben Herr Laumann

  4. Simon sagt:

    Wie wäre es den Hartz4-Empfängern Jobs zu ermöglichen wo sie auch FAIR bezahlt werden?

    Das Ziel kann doch nicht sein irgend nen Billigjob zu machen sondern eine RICHTIGE Arbeit zu finden. Eine von der man leben kann. Und gerade Arbeiten im Seniorenheim sind anstrengend und hart und sollten entsprechend bezahlt werden.

    Vielleicht kann Frau Kraft uns ja mal zeigen wie man dort arbeitet, oder ist sie sich zu fein dafür?

  5. Koschka1952 sagt:

    Warum schreit die CDU auf, wenn Frau Kraft sagt, dass vermutlich ein Viertel der Hartzer nie wieder in den ersten Arbeitsmarkt kommen wird. Sie hat doch völlig recht. Wahrscheinlich werden drei Viertel nie wieder auf den ersten Markt kommen und CDU und FDP wissen das genau.
    “Wir geben keinen Arbeitslosen auf” (CDU) – was für ein Hohn.

  6. Julchen sagt:

    Das wär ja alles noch ok, wenn sie einen dann- wenn sie wissen, dass man NIE wieder vermittelt werden kann, in Ruhe liessen.
    Dieser Bewerbungszwang und diese bekloppten Massnahmen machen einen nur noch kränker. Nach jeder Massnahme dann derselbe Scheiss- wieder Bewerbungen- wieder ein Jahr älter- und wieder nimmt einen keiner. Und schon gar nicht mit einem Zertifikat von der Bundesagentur für Arbeitsverhinderung.

  7. uwe sagt:

    es bekommt mann keine richtige arbeit , die sollen mal den satz von ein euro zwanzig auf drei euro erhöhen , wenn ich privat krauter wehr stell ich doch kein ein würde lieber mir die ein euro leute hollen und so machen es viele firmen , und das ist ungerächt . schweinerei ist es auch wenn ich ein 165 euro job habe werden mir 50 euro abgezogen weil ich zu viel verdinne , der link ist wenn ich krank bin oder urlaub habe bekomme ich es bezahlt , arbeite ich für 1,20 kein kranken geld kein urlaubs geld aber 6 stunden arbeiten und 144 euro .

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