FDP-Chef Guido Westerwelle bohrt weiter in der Wunde namens Hartz IV. Er bekräftige seine Äußerungen zur „sozialistischen Diskussion“ um das Arbeitslosengeld II und legte nach: Seiner Ansicht nach sei ein völliger Neuanfang für den deutschen Sozialstaat nötig, damit er treffsicherer werde. Diejenigen, die ihn für seine Ansichten kritisieren, bezeichnet er als „scheinheilig“. Schließlich hätten sie den Hartz-IV-Murks selber produziert.
Ziel von Guido Westerwelle ist eine Generaldebatte zur sozialen Gerechtigkeit in Deutschland. Es sei zynisch, dass jemand, der arbeite, sich dafür entschuldigen müsse, dass er von seiner Arbeit etwas behalten möchte. Für diese Meinung kritisiert zu werden, belege die sozialistische Entwicklung des Landes. Diese Einstellung halten SPD und Grüne wiederum für „unglaublichen Zynismus“. Siegmar Gabriel (SPD) nennt Westerwelle einen „sozialpolitischen Brandstifter“. Der Fraktionschef der Sozialdemokraten, Frank-Walter Steinmeier rät Bundeskanzlerin Angela Merkel „schleunigst persönlich klarzustellen“, dass sie anderer Meinung sei als ihr Vizekanzler.
Nötig wäre es, denn der FDP-Vorsitzende steht unter Dauerbeschuss: „Fischt im braunen Sumpf“, „Schreihals“ oder „Politrowdy“ heißt es von der Opposition. Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält den Vorstoß für „überflüssig“. Einzig aus den Reihen der FPD gibt es Zustimmung. „Westerwelles Äußerungen waren ein wichtiges Signal und sie entsprechen dem, was Millionen von Menschen hierzulande denken“, so Parteivize Andreas Pinkwart. Auch Thomas de Maizière (CDU) sieht die Gefahr, dass die Solidarität der Steuer- und Abgabenzahler zerstört wird. Westerwelle selbst stellte noch einmal klar, ihm ginge es ausschließlich darum, dass Sozialpolitik nicht ausschließlich eine Frage der Hartz-IV-Sätze sei.

“Es sei zynisch, dass jemand, der arbeite, sich dafür entschuldigen müsse, dass er von seiner Arbeit etwas behalten möchte.”
Es ist zynisch wenn ich nach 30 Jahren Arbeit von Politikern als blöder, fauler, versoffener Hartz 4 Empfänger hingestellt werde, weil die keinen vernüftigen Mindestlohn hinkriegen und die Wenigverdienenden gegen Hartz 4 aufhetzen. Die zahlen ja ihre Steuern nur um uns das ewige Luxusleben abzusichern.
Der Mann (oder Frau) ist ein Witz!
“Es sei zynisch, dass jemand, der arbeite, sich dafür entschuldigen müsse, dass er von seiner Arbeit etwas behalten möchte.”
Es ist zynisch, wenn ich mich nach 30 Jahren Arbeit von Politikern als dummer, fauler und saufender Hartz 4 Empfänger verunglimpfen lassen muß und die Selben die Niedriglöhner gegen ALG II Bezieher aufstacheln, weil sie keinen gesetzlichen Mindestlohn fertigbringen. Andere EU Staaten sind schon weiter und haben das erkannt. Aber Deutschland nimmt sich nur was an, wenns der Regierung passt, was das Volk hat – nun das isteine andere Seite.
Man sollte das Geld besser Umverteilen.
Wenn ich dann mal an einen Freund denke, der aufgrund seiner 1.000,- Euro Berufsunfähigkeitsrente sein Hartz IV, für sich und Familie, gekürzt bekommen hat, könnte ich kotzen. Privat vorsorgen, damit der Staat nach 20 Jahren Arbeit nicht zahlen braucht.
Aber jeder, ausnahmslos, bekommt vorn und hinten alles rein geschoben, auch wenn er in seinem ganzen Leben noch nie ein Finger krum gemacht hat und auch nicht vor hat, dass jemals zu tun. Und wenn ich mich in gewissen Vierteln Hamburgs umsehe, könnte ich jedes mal Hartz IV bezahlt dein täglich Bier singen. Das ich von meinen Steuern Arbeitsunwillige bezahle, während Menschen kaum etwas bekommen, die lebenslang solidarisch dazu gewzungen wurden auch einzuzahlen, ist eine bodenlose Frechheit.
Bitte vergiss dabei nicht das nicht alle Hartz 4 Bezieher so sind.
Da ich keinen Alkohol trinke brauchst Du für mich auch nicht singen .
Ich habe auch viele Jahre eingezahlt und glaube mir ich bin auch nicht glücklich von dem bißchen Geld leben zu müssen.
Von dem bisschen “Hartz 4″ (hahahahahaha) Fakt ist das ein LKW FAhrer der sich täglich 15 Std den Arsch aufreist, mit einem Bein im Knast mit dem anderen Bein im Sarg steht und der eine 5 köpfige Famiele zu ernähren hat nicht viel mehr Geld in der Tasche hat als eine Hartz 4 Familie. Jeder kann Arbeiten wenn er will “Jeder” nur wenn ich Geld vom stadt bekomme muss ich nur klagen damit der Saat nicht auf dumme gedanken kommt.
Eine Politik, die es erlaubt, dass Millionen Bürger, nur um der Erwerbszahlen willen für Ihre Arbeit als geringfügig Beschäftigte mit Entgelten abgespeist werden, die nicht einmal ein würdiges Auskommen, geschweige eine angemessene Vorsorge ermöglichen, ist im Grunde schon unsozial.
Jetzt diese Fehlentwicklung dazu herzunehmen, die Hartz IV-Empfänger zu diffamieren, ist unerträglich. Glaubt Herr Westerwelle denn, dass zur Wahrung der vorgegebenen Leistungsgerechtigkeit die Hartz IV-Leistungen entsprechend dieser Beschäftigungsverhältnisse noch nach unten zu toppen sind?
Keinen Gedanken verschwendet Herr Westerwelle anscheinend darüber, dass viele Hartz IV-Empfänger, die früher als Leistungsträger in Arbeit und Brot standen, durch die unerschöpfliche Gier von Dynastien und der Misswirtschaft von Managern zuhauf unverschuldet zu Leistungsempfängern geworden sind.
Dass es keinen Wohlstand ohne Anstrengung gibt, haben gerade diese Menschen durch ihre Leistung einst vorgelebt. Es ist deshalb nur recht und billig, wenn sie heute Gleiches für sich in Anspruch nehmen. Sie deshalb als Schmarotzer und nimmersatte Leistungsempfänger hinzustellen, nur weil das Lohnniveau abertausender geringfügig Beschäftigter im Vergleich unerträglich niedrig ist, ist höchst verwerflich.
http://www.openpr.de/news/399183/Der-Irrweg-des-Herrn-Westerwelle.html