Roland Koch steht weiterhin zur Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat im Laufe seiner politischen Karriere schon mehrmals erfahren müssen, dass populistische Forderungen nach hinten losgehen und die Bilanz verhageln können. Gelernt hat er daraus offensichtlich nicht. Denn mit der Idee, Hartz-IV-Empfänger zur Arbeit zu verpflichten, geht er erneut den Weg des größten Widerstands. Beirren lässt er sich dabei nicht, wie er gestern mit seiner Erklärung im Landtag bewies.

Während die SPD ihm die Diffamierung und die Grünen die Beschimpfung von Arbeitslosen vorwerfen, sieht sich Roland Koch absolut im Recht. Von jemandem, der Hartz-IV erhält, könne verlangt werden, „dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht“. Niederwertige Arbeit oder eine öffentliche Beschäftigung – die entsprechenden Stellen müssten seiner Argumentation zufolge die Kommunen stellen – spiele dabei keine Rolle: Wer Leistungen beziehe, müsse auch eine Gegenleistung liefern. Das sei einer der Hartz-IV-Grundsätze.

Ihm sei durchaus bewusst, dass es unter 2,3 Millionen Langzeitarbeitslosen ganz unterschiedliche Schicksale gebe und gerade Alleinerziehenden zu wenige Hilfen geboten werden. Sich aber auf den Mangel an Krippenplätzen zu berufen, akzeptiere er nicht. Eine Möglichkeit sieht Roland Koch darin, individuelle Lösungen zu finden. Der andere Weg bestehe darin, die Zuverdienstgrenze anzuheben. Anderenfalls würden viele Hartz-IV-Empfänger gerade so viel arbeiten, dass sie auch weiterhin den vollen Leistungssatz erhalten.

Überzeugen konnte der Ministerpräsident mit seiner Vorstellung nicht. Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Fraktionschef, erachtet den Vorschlag des höheren Hinzuverdienstes als Weg in ein Niedriglohnsystem zu Lasten der Allgemeinheit. Marcus Bocklet von den Grünen sieht in der Aktion von Roland Koch eher den Wunsch nach „schnellen Schlagzeilen“ denn eine Lösung des Problems. Auch die Linke distanzierte sich deutlich von den Vorschlägen und betonte, das Problem seien schlichtweg fehlende Arbeitsplätze. Dass Reformen nötig sind, darüber sind sich fast alle einig. Nur in welche Richtung?

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0 Antworten auf Roland Koch steht weiterhin zur Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger

  1. Julchen sagt:

    Die einzige Reform, die dem Land nützt ist das BGE, bedinungsloses Grundeinkommen für Alle !

    Herr Koch kann sich seine braunen Gedanken dahin tun, wo sie farblich besser passen.

    Der Mann ist ein Hetzer und er gehört weg- aus der Politik.
    Er schadet dem Land und seiner Partei. Ich kann nur hoffen, dass man irgendetwas findet- dass man ihn zum Rückrtitt zwingen kann.

    Und auch ist nicht Hartz IV zu hoch- sondern die Löhne zu niedrig.
    Diese werden gezielt von der Regierung ins Billigniveau geschoben- als wäre die “Deutsche Wertabeit” nichts mehr wert, nur weil man mit der übrigen Welt mithalten will.

    Die Regierung f…….* sich selbst ins Knie! Mit Westerwelle sowieso.

    Herr Koch lebt auf großem Fuss und auf großem Mund- aber er lebt auch auf gefährlichem Fuss und mitunter bekommt man auch was auf den Mund- siehe Berlusconi. Was in Italien geschah- kann auch hier geschehen.

    Ich glaube nicht, dass die Menschen noch lange stillhalten.

    • Beamarie sagt:

      Also jede Meinung gleich mit braunen Gedanken zu vergleichen, ist ziemlich simpel, damit versucht man jeden logisch Denkenden quasi mundtot zu machen. DAss aber ein Drittel der Hartz IV Empfänger sich darauf ausruht, soviel ich weiß, bekommen sie ja zu ihrem monatlichen Grundeinkommen auch noch Kleidergeld, Wohngeld, Zuverdienst etc., so dass sie besser wegkommen als Studenten, sag ich mal. Ich bin auch alleinerziehend, habe immer gearbeitet und muss von meinem Gehalt meine Tochter, die in einer anderen Stadt studiert, unterstützen, das interessiert niemand, dass es durch die 1-Euro-Jobs, die meist von Arbeitslosen bedient werden, es nicht mehr so viele Jobs für STudenten gibt. Außerdem durch den Bachelor müssen sie unter Druck 2 Semester früher werden. Sie muss Schulden machen, ich musste Schulden machen.
      1. Vom Bafögamt 620 € Grundbedarf
      2. Bafög bekommt sie 280 €,
      3. ich muss also 340 € zuschießen, von meinen 1550 € Gehalt.
      4. davon muss sie 260 € Miete inkl. Internet etc. zahlen, außerdem 65 € Krankenversicherung
      5. Von meinem Weihnachtsgeld muss ich dann noch die 1200 € Jahresstudiengebühren zahlen
      Sie hat jetzt schon nach 5 Jahren 7000 € Schulden angehäuft
      - Was sagt der Staat? (hab mal bei einer Sprechstunde mit nem CDU-Politiker darüber gesprochen) Sie kann ja Kredite aufnehmen (Bildungskredit 6,5 % Zinsen) und sich noch mehr verschulden, also gleich wie der Staat
      - Was sagt der Staat außerdem?
      Ja, sie kann sich ja noch nen Job suchen. – Achso, warum sagt man das den nicht arbeitenden Menschen nicht (ich rede nicht von den Kranken und den Alten)
      Was sagt der Staat noch ?
      - Ja, sie hätte ja auch arbeiten gehen können statt studieren. Was sag ich drauf? Achso, sie soll also den Haupt- und Realschülern die Jobs wegnehmen statt zu versuchen ihre Zukunft aufzubauen.
      Warum bekommen denn Harzt IV Empfänger keinen Kredit, den sie dann bei Arbeitsaufnahme zurückbezahlen oder geht man davon aus, dass sie bis an ihr Lebensende keinen Job mehr bekommen?

      So das dazu, ich hab ne Wut, es geht nur noch darum, was man den Arbeitslosen noch drauflegen kann, damit sie auf das gleiche Niveau kommen wie ein arbeitender Mensch. Achso, das ist wieder braunes Gedankengut, ich verstehe…..

      • R.Schmidt sagt:

        Ich – Hartz 4 – 30 Jahre gearbeitet – Rehapatient – ständig auf Jobsuche.

        Selbst in unserer Kleinstadt gibt es genügen Jobs für Studenten, werden jeden Tag in der Zeitung inseriert. Es wird da genau unterschieden. Diese angebotenen Stellen sind ausschließlich für Studenten, da kommt kein Arbeitssuchender dran. Wenn das also in der Stadt, wo ihre Tochter studiert nicht der Fall ist, sag ihre Tochter nicht die Wahrheit, oder die Stadt (mit Uni) ist zu dumm es ordentlich umzusetzten.

        Hartz 4 Empfänger bekommen die Unterkunftskosten (meist aber nicht alles) und ihren Regelbedarf 359 Euro.
        Kleidergeld und Wohngeld gibt es nicht, woher haben sie ihre Informationen?

        “ich muss also 340 € zuschießen, von meinen 1550 € Gehalt”
        bleiben ihnen 1210 Euro zum leben, sein sie froh, sie können ihrer Tochter helfen und haben noch genug übrig. Stellen sie sich vor, sie bekämen Hartz 4!
        Als Einzelperson hätten sie dann ca. 660 Euro INKLUSIVE MIETE!
        Sie haben also trotz Hilfleistung gegenüber ihrer Tochter das doppelte von einem Hartz 4 Empfänger übrig. Immer noch zu wenig?

        Wenn ihre Tochter studieren will, gibt es viele Möglichkeiten, sich vorab über Kosten und Darlehn zu informieren. Ist es ihnen zuviel ihr Kind zu unterstützen? Oder kann die Kleine nicht auch mal Zeitungen austragen in der Früh?

        Nein – lieber wieder die Hartz 4 Leute angreifen und über das eigene “schlimme” Los jammern. Die können weder was für dumme Bemerkungen von Politikern noch für Bestimmungen wann wer was abzuschließen hat.

        “ich hab ne Wut, es geht nur noch darum, was man den Arbeitslosen noch drauflegen kann” – wann denn??????????
        Wo war den die letzte “Drauflegeaction”, hab ich wohl verpasst!
        Das Thema HARTZ 4 wird doch seit der Wahl beflissendlich vermieden, da beschäftigt sich doch keiner mit!

      • Peter Christian Nowak sagt:

        @Beamarie
        Hinweis: Alg II-Bezieher bekommen KEINE Sachleistungen mehr. Also auch kein Kleidergeld. Energiekosten wie Strom muß von der Regelleistung 259€ bezahlt werden. Alle Vergünstigungen sind mit Hartz IV gestrichen. Nur zu Info.

      • Julchen sagt:

        Nicht Hartz IV ist zu hoch- sondern die Löhne zu niedrig.
        Vielleicht kapierts ja einer noch.

        Jeder, der noch Arbeit hat- ist genau 12 Monate von H4 entfernt !
        Da würde ich mir Gedanken machen- und nicht noch auf H4 Empfänger schimpfen, die über 30 Jahre geschuftet haben und nun ruiniert sind.

        Ferner- braunes Gedankengut beweist die ganze Handhabung.

        Hartz IV muss weg.

  2. Siegmar H. sagt:

    Kann Herrn Koch nur beipflichten, wer Leistungen bezieht, sollte auch eine Gegenleistung erbringen.
    Wobei ich hier aber auch differenzieren und zwischen faulen Säcken (um die 20, keine oder abgebrochene Ausbildung, Null-Bock Mentalität) und qualifizierten Langzeitarbeitslosen (meist älter, ausgebildet, jahrelang Tätigkeit nachgegangen, unverschuldet arbeitslos), Unterschiede ziehen würde.
    Die erstgenannte Gruppe, das sind die Parasiten des Systems! Außer Kinder bekommen, meist gleich mehrere, und beim Staat schmarotzen können die nichts. Schule oder Ausbildung, zu dumm und zu faul dafür, aber beim Studieren, was von Seiten des Staates alles zusteht, herausragend.
    Das sind die Leute, die das System kaputt machen und die wirklich bedürftigen Hartz IV Empfänger in Verruf bringen. Das Schlimme daran ist, dass die Kinder dieser Schmarotzer es von ihren Eltern lernen und deren Tradition fortführen.
    Wenn ich so eine junge Dame, Anfang 20 mit drei Kindern, selbstverständlich von drei verschiedenen Vätern, sehe, bekomme ich einen dicken Hals. Aus der wird doch nie was und sie wird ihr Leben lang dem System auf der Tasche liegen!! Gleiches gilt für die jungen Bengel, die einfach nicht für die Arbeit geboren wurden. Auch um die 20 rum, 8. Klasse der Hauptschule mit Prädikat hinter sich gebracht und dann nur zu Hause sitzen weil, KEIN BOCK! Wozu auch arbeiten gehen, wenn man genügsam ist und hier und da mal eine Mark unter der Hand verdienen kann, lässt es sich leben.
    Deutschland ist ja so sozial und steckt dermaßen voll, dass man sich diese Nichtsnutze leisten kann!!!
    Bei diesen Leuten sollte der Staat mal eingreifen und sie zur Arbeit, wenn nötig, zwingen! Derartige Arbeiten gibt es genug, Hecken schneiden, Fußgängerzonen reinigen, Schnee schippen (es wurde in den letzten Tagen zu wenig geräumt, da zu wenig Personal – Hallo???? Gibt genügend faule Parasiten, die sich nur zu Hause die Eier schaukeln!!!) und und und.
    Würde sich Vati Staat mal dieser Angelegenheit annehmen und die Leute zur Arbeit „motivieren“, die sonst keinen Ansporn haben, würde sich schon einiges ändern.
    Zur Linke sage ich jetzt mal nichts, die Leuten leben in einer anderen Welt …

    • Peter Christian Nowak sagt:

      Ich glaube, hier muß man einiges richtigstellen. Allzuleicht vergessen die Bürger, wer die eigentlichen Sozialschmarotzer sind. Um das zu klären, sind wichtige obejektive Betrachtungen in Sachen Steuerhinterziehung notwendig. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Und somit sind diejenigen, die dieses “Geschäft” betreiben Straftäter und somit strafrechtlich zu verfolgen!

      Mit einer kleinen Überschlagrechnung kommen Steuerexperten zum Ergebnis, das der Schaden, der den ehrlichen Zahlern von Steuern und Abgaben durch Betrug bei Hartz-IV entsteht, mit dem Schaden zu vergleichen ist, der hierzulande Jahr für Jahr infolge der fragwürdigen Steuermoral zu beklagen ist.
      Nur einmal angenommen, volle zehn Prozent der heute rund 3,5 Millionen Bedarfsgemeinschaften, die aktuell von Arbeitslosengeld II leben, seien im Koch’schen oder Westerwelle’schen (“Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit”) Sinne lupenreine “Sozialschmarotzer” – also Menschen, die ungerechtfertigt die staatlichen Unterstützungsleistungen von durchschnittlich 850 Euro im Monat in Anspruch nehmen. Der Einfachheit halber sei weiter (unrealistischerweise) angenommen, dass diese zehn Prozent tatsächlich einer Erwerbstätigkeit nachgehen könnten, die die sozialstaatliche Unterstützung nach SGB II vollständig überflüssig machen würde. Dann ergäbe sich rechnerisch ein jährlicher Schaden von 3,6 Mrd. Euro (350.000 Bedarfsgemeinschaften x 850 Euro x 12 Monate).
      Der Schaden aus der jährlichen Umsatzsteuerhinterziehung liegt dagegen nach Einschätzung des Bundesrechnungshofes bereits im zweistelligen Milliardenbereich. Der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, schätzt das Volumen der jährlichen Steuerhinterziehung in Deutschland auf dreißig Milliarden Euro und Ex-Finanzminister Steinbrück ging im Steuerflucht-Streit des vergangenen Jahres sogar von hundert Milliarden Euro aus, die dem Fiskus jährlich durch Steuerhinterziehung verloren gehen. Nicht unerwähnt sollte dabei bleiben, dass die gering entlohnten Beschäftigten, deren Ausbeutung durch die Sozialschmarotzer besonders BA-Chef Weise beklagt, ihrerseits entweder gar keine Steuern bezahlen (weil sie dafür schlicht zu wenig verdienen) oder zumindest durch den direkten Steuerabzug vom Lohn in ihren eigenen Steuerhinterziehungsmöglichkeiten deutlich begrenzt werden.
      Welcher Schluss lässt sich dann ziehen, wenn man allein die konservativere Schätzung zur Steuerhinterziehung nimmt und sie mit der – ganz sicher überzeichneten – Kalkulation der Schäden durch ALG-II-Betrüger vergleicht? Möglicherweise doch der, dass es Missbrauch offenbar in allen Bevölkerungsschichten gibt, aber der Missbrauch der viel beschworenen “Leistungsträger” die Gemeinschaft finanziell deutlich teurer zu stehen kommt als der der Bezieher der sozialen Grundsicherung.
      Vielleicht könne man auch zu dem Schluss kommen, dass die arbeitende Bevölkerung mit nur geringen oder durchschnittlichen Einkommen wesentlich mehr davon hätte, wenn die Politik die Steuerhinterziehung konsequenter bekämpfen würde – anstatt sich auf die rund fünf Millionen erwerbsfähigen Hilfeempfänger einzuschießen, die sich aber auch partout weigern, die knapp eine halbe Million bei der BA gemeldeten freien Stellen zu besetzen. Möglicherweise sollte der Staat einfach einmal über die Einstellung von zusätzlichen Steuerfahndern nachdenken. Damit wäre schließlich gleichzeitig etwas für die Beschäftigung getan.
      Ein Problem mit der Steuerfahndung scheint übrigens besonders das von Roland Koch regierte Land Hessen zu haben. Eigene schwarze Kassen außerhalb des Zugriffs des deutschen Fiskus (a.k.a. “jüdische Vermächtnisse”) unterhält man dort nach eigener Auskunft zwar nicht mehr. Dafür aber sorgte die oberste Finanzverwaltung im Lande scheinbar jahrelang dafür, dass die Leistungsträger von unerhört hohen Steuerbelastungen verschont blieben. Unliebsame Beamte der Steuerfahndung, die höchst erfolgreich Steuersündern auf der Spur waren, wurden durch psychiatrische Gutachten außer Gefecht gesetzt. Im ebenfalls höchst lehrreichen “Fall Wolski“, in dem zur Zeit vor dem Landgericht Darmstadt gegen den Ehemann einer der Hessen-CDU nahestehende Richterin verhandelt wird, wurde vom zuständigen Finanzamt aus bislang ungeklärten Gründen über Jahre gleich gar nicht nach der Einkommenssteuererklärung oder monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen gefragt.
      Dass sich Roland Koch nun an vorderster Front am Einprügeln auf vermeintliche Nutznießer der “sozialen Hängematte” beteiligt (“Wir haben Menschen, die mit dem System spielen und Nischen ausnutzen”), während seine eigene Verwaltung die Verfolgung der Steuerhinterziehung wohlhabender Bevölkerungskreise scheinbar gezielt hintertreibt – das ist allerdings an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten.

      Was Koch hier betreibt, und nicht nur der, ist praktizierte Unmoral, ist Vertuschung der Realität in Sachen Schmarotzertum. Leider werden diese verunglimpfenden Propagandisten von einer Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt. Das zeugt von einem unentwickelten, zur Erbärmlichkeit neigenden Instinkt breiter Bevölkerungsschichten.

  3. Julchen sagt:

    @ Siegmar H.

    dennoch muss Herr Koch keine Paraloen rausschreien, als hätte es nie ein eine Zeit 33 -39 gegeben. Ich bin gegen solche Äusserungen.

    Die Jugend- gerade im Osten- ist ziemlich ohne Perspektiven gewesen, weil die Regierung dem Osten einen vorgelogen hat.
    Die waren Staatsvorgaben gewöhnt und ohne Staat waren sie zunächst hilflos- und gleichzeitig euphorisch. Aber dann- hatten sie die Möglichkeiten nicht mehr wie früher.

    Alles andere- die “Moral” die Sie ansprechen- da muss ich zustimmen.
    Es gab noch niemals so viele “alleinerziehende” Mütter- wobei ich auch hier den Unterschied mache- dass jemand durchaus mal “ungewollt” schwanger werden kann. Aber nicht dreimal- und schon gar nicht in der heutigen Zeit, wo es genügend Verhütungsmittel gibt.

    Mehr jedoch finde ich es eine Sauerei- dass sich die Männer.- die Väter verdrücken- und ebenso vom Staat leben und die nächste schwängern. Aber dies alles ist eine Frage von Moral und Anstand.

    Wie wollen Sie denn die Leute “zwingen” ?? DAS ist es , was mich interessieren würde!

    Schnee schippen ! Na fein.- wo wollen Sie denn den Schnee herholen- die paar Tage Schnee in Deutschland ist schnell rum.
    Für die Gartenarbeit gibts auch schon genug- und was so ist am Bauhof!

    Es müssen neu Arbeitsplätze geschaffen werden !!

    Grundsätzlich fangen “solche” Dinge, die Sie erwähnen im Elternhaus an ! Und da war schon der Knackpunkt- 2. Generation nach der Wende! Hartz IV ist ein weiten Teilen ein Ostproblem- auch wenn das niemand hören mag.

    Ich bin auch langzeitarbeitslos und finde nichts. Mit fast 57 nimmt mich keiner mehr. Nach über 30 Jahren guten Arbeitsstellen ist das auch nicht gerade motivierend.

    Vielleicht beruhigt es sie, dass meine Kinder arbeiten !
    Dipl.Logistiker und Graphiker.
    Sie zahlen auch für Lumpenhunde ihre Steuern. Aber die größten Lumpenhunde sin die Politiker ! Da werden wir uns ja im Großen einig sein. ( und die Banker– etc. etc. )

  4. Julchen sagt:

    Nachtrag an @ Siegmar H.

    Glauben Sie wirklich, dass – wenn alle “Schmarotzer” für 1 Euro die Strasse kehren oder sonst was- dass dann mehr Geld in die Staatskasse kommt ?

    Es wird das Lohnniveau noch mehr runterdrücken.

    Ich würde im Übrigen die Firmen “zwingen” Ausbildungsplätze rauszurücken und die Leute mindestens 2 Jahre nach der Lehre übernehmen zu müssen.

  5. Erik Völter sagt:

    @ Siegmar H.

    Sie sind das beste Beispiel dafür, dass Politik funktioniert. Man spalte eine Gesellschaft nur in genügen kleine Gruppen, dann ist es relativ leichter die Wähler mit der einen oder anderen populistischen Aussage für sich zu gewinnen und die Verluste auf der anderen Seite begrenzt zu halten.

    Es gibt einen Arbeitsmarkt und der besteht, wie jeder andere Markt auch aus Angebot und Nachfrage. Wenn das Angebot jedoch höher ist als die Nachfrage, bleibt man auf der Ware (Arbeit) sitzen. Man kann noch den verzweifelten Versuch unternehmen die “Ware” zu verschleudern, was aber die Nachfrage nicht wirklich erhöht, sondern eher die Marktpreise demontiert. In dieser Phase befindet sich unsere Wirtschaft. Niedriglöhne, Aufstocker, Leiharbeiter ohne auch nur halbwegs sicheres Einkommen sind die Folgen. Und nun kommen Leute wie Koch und Co und meinen, dass man die wenige vorhandene Arbeit auch noch verringern müsste, also reguläre Arbeitsverhältnisse zu Gunsten erzieherischer Maßnahmen opfern sollte.

  6. R.Schmidt sagt:

    “Wer Leistungen beziehe, müsse auch eine Gegenleistung liefern. Das sei einer der Hartz-IV-Grundsätze.”

    Und da liegt das Problem, es gibt eben kaum Möglichkeiten. Als erstes müssen diese Möglichkeiten geschaffen werden, ehe man auf höchster politischer Ebene anfängt rumzuunken.
    Hier wird von den Betroffenen verlangt, was der Staat mit seinen doch viel besseren Möglichkeiten bislang nicht auf die Reihe kriegte.
    Der “kleine Mann” soll nun das schaffen – aus eigener Kraft – , was die Regierung nicht konnte. Soll sich dabei aber weiter gängeln lassen, da kann was nicht stimmen!

    ” Sich aber auf den Mangel an Krippenplätzen zu berufen, akzeptiere er nicht. ”

    Diese Äußerung haben wir ja unserer neuen Arbeitsministerin zu verdanken, war wohl gedanklich noch im Familienministerium! Sowas kommt raus, wenn Ministerposten nicht nach Qualifikation, sondern nach Parteizugehörigkeit vergeben werden.

    “den Vorschlag des höheren Hinzuverdienstes”

    Was nützt es wenn Betroffene mehr hinzu verdienen könnten, es aber kaum Stellen gibt. Eine unnütze Idee, die nur dem Staat hilft. Dann bitte auch Stellen einrichten, damit ich meine Möglichkeiten ausschöpfen kann!

    @Siegmar H., @Julchen

    Ich bin auch dafür, das diese “Null-Bock Mentalität” bei Jugendlichen, egal ob Ost oder West (ja es gibt leider noch keine Gemeinschaft) bekämpft wird. Das fängt aber schon in der Schule an und da haperts wieder. Die ältere Generation hat gelernt und wußte, umso besser die Leistungen, umso besser der Job. Das wird heute nicht mehr vermittelt. Schon garnicht wenn jedes “Bun(t)esland” seine eigene Suppe kocht.

    • Julchen sagt:

      @ R.Schmidt

      ich habe doch gar nichts zu dem Zuverdienst gesagt. Ich bin gegen diesen Quatsch- weil es keine Stellen gibt.

      Habe nur aufmerksam gemacht- dass es ja gar nicht genug Stellen gibt- wie Siegmar H. sieh gern hätte. :-)

      Das Schulsystem müsste einheitlich sein- weiss auch ehrlich gesagt gar nicht, warum das in fast jedem Bundesland anders ist.

      Generell muss Hartz IV weg und die Regierung soll erstmal bei sich selber aufräumen , ehe sie in unserem Leben herumhantiert.

      LG Julchen

      • R.Schmidt sagt:

        @Julchen
        Naja, aber die Regierung hat doch sooooooo viel zu tun mit Dingen im Ausland, da ist man immer schnell dabei, da kann man nicht auch noch für die eigenen Bürger dasein ;-)
        Sie fühlen sich zu sicher, noch, das ist das Problem! Statt nach Innen zu sehen, schaut man lieber nach Außen, da kann man sich wesentlich leichter positiv profellieren.

  7. Julchen sagt:

    @ R.Schmidt

    ja klar- die Regierung möchte mit den “großen Hunden” pinkeln und kriegt das Bein nicht hoch. Also schön mit dem “Ausland” mithalten, mit der “Welt” der “Globalisierung”.

    Schon die 50 Millionen für Afghanistan- da krieg ich das an die Nerven. Bilden sich die Terroristen aus- von mir aus können die sich da die Köppe einschlagen- solange sie uns in Ruhe lassen. Ich kann das nicht mehr nachvollziehen. Gegen die “Wüstenländer” sind wir letztlich machtlos. Die Einmischung halte ich für nicht gut-aber das ist die Angabe des “Besserwissens”. Man kann nicht erwarten, dass die Leute da “so” denken- wie wir. Für die kommt es immer noch noch auf die “Mannesehre” und “Stammesehre” an. Und wenn ein schwuler Aussenminister da rum turnt- dann macht es das auch nicht besser. Sorry- aber echt!

    Deutschland hätte auch gar nicht in die EU sollen. Ich bin dagegen. Der Schwachsinn den die da machen, kostet nochmals jede Menge Milliönchen.

    Deutschland sein ein Integrationsland- sagt die Kanzlerin- na fein- aber wie sie das bezahlen will- keine Ahnung.

    Vielleicht müssen wir als Deutsche verschwinden, damit die andern hier fein leben können und Geschäfte machen können.

    Im Moment bin ich so was von stinksauer über den Mist, den die da verzapfen- dass kann ich nicht mal ausdrücken.

    • schatz frank sagt:

      Endlich mal jemand der mir aus der Sehle spricht . So lange wir immer mehr Leute reinholen obwohl es überhaut nicht nötig ist und wir für diese Leute noch bezahlen obwohl nicht einmal Arbeitsplätze für das eigene Volk da ist braucht man sich nicht zu wundern das das braune Gedankengut wieder wächst . Das Geld wird von der Regierung rausgeschleudert für nichts und wieder nichts . Man solle doch auch mal auf das Volk hören denn dann hätten wir noch die D-Mark und uns ging es besser . Aber wer hat den an der Einführung verdient ? Und warum hat man kein Volksentscheid zwecks des Euros gemacht ? Sollte man mal die kurupten Politiker fragen die nur ihres sehen und wenn mann noch sieht wieviel Mill. das EU-Parlament verschlingt kommt mir das kotzen . Arbeitsplätze müssen her mit gerechten Lohn in Ost und West . Wann trauen sich die Leute auf die Straße schließlich kam die Einheit auch von der Straße . Oder geht es uns allen noch zu gut ?

      • R.Schmidt sagt:

        Ja, andere Länder machen Volksentscheide, nur wir nicht. Und warum? Weil sich die Meinung des Volkes nicht deckt mit der Meinung unserer “Staatsverdreher”. Der Staat muss erkennen, das jedwedes Handeln erst mal im Sinne der heimischen Staatsbürger zu erfolgen hat. Danach, so noch Kapazitäten frei sind, kann man Andere unterstützen.
        @Julchen
        Was haben wir mit Afghanistan zu tun? RICHTIG! NICHTS! – Nur weil der große Weltpolizistenchef Bush da mal für Ruhe sorgen wollte, was ja nachweislich voll in die “Unterbuchse” ging, zahlen und zahlen wir, ohne zu wissen wofür.
        Deutschland ist immer vorn dabei, wenn es um andere Länder oder Bürger geht, der Staatsbürger und die Wirtschaft haben das Nachsehen.
        Aber komisch, über diese Verschwendung von Steuergeldern regt sich keiner aus der arbeitenden Bevölkerung auf. Nur wenns um Hartz 4 geht.

  8. Beamarie sagt:

    Und was das mit der Auslandshilfe betrifft, will Deutschland nur immer einer der Vordersten sein, der hilft. Das ist bei allen Katastrophen so, Deutschland fühlt sich als erster verantwortlich für alleHilfe (nicht falsch verstehen, dieses menschliche Leid in Haiti oder damals der Tsunami, da muss auch Deutschland helfen, wo es geht), aber die Hälfte des Geldes, was die EU nach Haiti schickt zu spenden, woher kommt das Geld? Beim Tsunami, 40 Millionen? Oder wie war das mit Steinmaier? Der hat damals als erster geschrien, er will Guantamo-Gangster aufnehmen, die spinnen die Deutschen, wollen immer Gutkind sein und gelobt werden. Es ist doch so, wenn irgendetwas passiert hier betreff Ausländerfeindlichkeit, steht Deutschland wieder am Anfang und muss sich wieder hochbemühen, bis es wieder den guten Ruf sich erzahlt hat…. Haben damals die Moslems hier Lichterketten wie einst die Deutschen gebildet, als der 11. September war, um den guten Ruf ihres Glaubens wieder herzustellen? Nee, das sind immer die guten Deutschen (nicht falsch verstehen, ich bin halb Franzose)

    • R.Schmidt sagt:

      Deutschland wird immer noch daran gemessen, was vor über 60 Jahren war, da gabs die Meisten der Bevölkerung aber noch nicht, deswegen muß alles von damals immer wieder aufgewärmt werden und das Land muß sich immer wieder von neuem profellieren.
      Und wir müssen helfen, helfen, helfen…. wir guten Deutschen. Damit muß endlich Schluß sein.
      Ich habe früher auch viel gespendet, als ich noch gut verdiente. Heute geht das nicht mehr, leider, aber genauso muß auch ein Staat handeln!
      Niemand sagt, die Millionen sind zu teuer für Auslandshilfe, aber jeder jammert, wenn die Gewerkschaften höhere Löhne fordern – “VIEL ZUVIEL,DAS GEHT NICHT!”.

      • Julchen sagt:

        Ich habe nie gespendet- ich habe immer direkt geholfen in meinem Umfeld.
        Seit vielen Jahren betreue ich alte Leute- so oft es geht und die bekommen dann auch kleine Freuden- so wie es mir möglich ist.
        Dass kann ein Shampoo sein oder etwas Schokolade- oder irgendwas anderes.

        Die Alten bei uns werden vergessen- dabei haben sie die schwersten Zeiten überstanden und haben immer durchgehalten.

        Geld ins Ausland spende ich nicht- dass sollen die “Grossen” machen.

  9. angehende Sekretärin sagt:

    hmmm…

    nun ich habe mal eine Frage…ich 20, fremdsprachensekretärin in Ausbildung bin derzeit auf der suche nach einer stelle, da ich im sommer mit der ausbildung fertig bin.

    …nach Abschluss der Ausbildung wird mein Kindergeld wegfallen…nun zu der frage …was ist, wenn ich nix finde?

    (noch ist ja genug zeit =D und ich denke meine chancen stehen gut was zu finden)

    ABER: Wenn ich nix finde, bekomme ich doch gar kein Geld (weder Arbeitslosengeld noch Hartz 4), weil ich noch nicht 12 Monate berufstätig war…bekomme ich dann gar nix?!

    *leicht verwirrt*

    Bitte nicht falsch verstehen, ich will arbeiten…ich mache mir nur Gedanken über alle Berufsanfänger, die keine Berufserfahrung haben, nicht eingestellt werden und dann …???? auf der Straße landen, Schulden machen müssen, etc……????

    Freue mich jetzt schon auf eine Antrwort…

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