1,32 Euro – von diesem Stundenlohn kann kein Mensch leben, zumindest nicht in der Bundesrepublik. Um solchen Dumping-Löhnen den Garaus zu bereiten, zieht die Arge Stralsund nun gegen die Arbeitgeber zu Felde. Schließlich muss sie mit Aufstockleistungen dafür sorgen, dass die Beschäftigten ein menschenwürdiges Leben führen können. Der Erfolg gibt der Behörde recht. Das Arbeitsgericht in Stralsund verurteilte einen ehemaligen Pizzeria-Betreiber zur Zahlung von 6.600 Euro an die Arge.
Stralsund ist Vorreiter im Kampf gegen sittenwidrige Löhne. Die Behörde zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen geht schon seit Februar 2009 konsequent gegen Arbeitgeber vor, die zu wenig Lohn zahlen. Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Gerade im Dienstleistungsgewerbe und in der Gastronomie seien Niedriglöhne an der Tagesordnung und müssten die Ämter aufstocken. Drei Verfahren sind entschieden, mit dem Ergebnis, dass insgesamt 55.000 Euro an Nachforderungen gezahlt werden mussten. Weitere 15 Klagen sind anhängig. Entschieden werden muss von Fall zu Fall. Die Angst, an den Pranger gestellt zu werden, sorgt inzwischen dafür, dass viele Arbeitgeber von sich aus zahlen und es nicht auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen.
Ein Lohn gilt als sittenwidrig, so das Bundesarbeitsgericht im April 2009, wenn er weniger als zwei Drittel des branchenüblichen Tariflohns oder der ortsüblichen Entlohnung erreicht. Für Mecklenburg-Vorpommern wären das bei Küchenhilfen über 5,00 Euro und bei Kellnern 7,08 Euro. Sittenwidrigkeit habe, so die Richter in Stralsund, allerdings auch eine subjektive Seite: Wenn gezahlter Lohn und verlangte Leistung zu weit auseinanderklaffen.

wer fördert denn diesen unsinn mit den niedriglöhnen? die argen wohl doch selber.der bequemlichkeit halber werden die alg2 empfänger sehr gerne und schnell zu 1€ jobbern gemacht, und die arbeitgeber freuen sich.fallmanager schicken ihre klienten auch zu gern zu irgendwelchen praktiken,ganz nach dem motto”bieten sie ihre arbeitskraft an und VIELLEICHT bekommen sie einen job”.das sollte verboten werden..billigeren sklaven kann man nicht bekommen.
Die Billigkräfte werden in erster Linie von der EU gewünscht, damit in allen Ländern die Ausbeutung gleich ist.
Die ARGEn selber bestimmen die Löhne ja nicht, allerdings wirken sie auch nicht dagegen und vor allem vermitteln sie nicht wirklich.-
Sie verwalten, schikanieren und schicken einen hin und her.
Für diese Tätigkeiten hätte die keiner gebraucht.
Sie verdienen sich durch uns ihren Lebensunterhalt und dass nicht zu knapp, sofern sie verbeamtet sind.