Hartz IV: Die meisten Leistungsempfänger leben in Berlin

Verwunderlich ist es angesichts vorheriger Zahlenwerke und Meldungen nicht: In Berlin leben nach wie vor die meisten Hartz-IV-Empfänger. Laut aktueller Statistik des Deutschen Landkreistages beziehen in der Bundeshauptstadt 16,6 Prozent der Einwohner Leistungen nach Hartz IV. Damit liegt Berlin unangefochten an der Spitze.

Insgesamt waren in Deutschland Ende vergangenen Jahres 6,4 Millionen Menschen auf Hartz IV angewiesen. Das entspricht im Vergleich zum November 2009 einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent. Mit Blick auf das Vorjahr stieg die Zahl der Leistungsempfänger allerdings um zwei Prozent. Hinter Berlin folgen mit Abstand Bremen mit 13,8 Prozent, Sachsen-Anhalt mit 13,4 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 13,1 Prozent. Die wenigsten Hartz-IV-Empfänger leben in Bayern (3,7 Prozent), Baden-Württemberg (4,3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (5,7 Prozent). Nordrhein-Westfalen liegt mit einem Anteil von 8,8 Prozent im Mittelfeld der Negativ-Rangliste.

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2 Antworten auf Hartz IV: Die meisten Leistungsempfänger leben in Berlin

  1. Heike sagt:

    Mich wundert diese Statistik nicht. Hier ist die Statistik nicht abschließend erläutert, jedoch gehe ich stark davon aus, dass der Löwenanteil der Hartz IV Empfänger der gesamten Bundesrepublik in den neuen Bundesländern liegt.

    • Julchen sagt:

      Bis auf einige Bezirke verschiedener BL ist das auch so.
      Man hat den Menschen im Osten auch ziemlich alles weggenommen, selbst gute Herstellerfirmen von Lebensmitteln oder sonst was. Die Gier auf “Westprodukte” zählt da natürlich mit.
      Fast alle alten Firmen wurden geschlossen, weil der Standard nicht zu dem westlichen passte. Man hätte auch langsam “umbauen” können und den Menschen die Gelegenheit geben sollen, sich an die Schnelligkeit und den Standard zu gewöhnen, sie einbeziehen sollen in Entscheidungen- so manch guter Betrieb ging den Bach runter wegen ein paar blöder Bestimmungen.
      Da sind so viele Fehler gemacht worden und der Osten ist letztlich meiner Meinung nach auch im Stich gelassen worden.
      Die Leute waren es gewohnt, dass der Staat alles regelt und jetzt haben wir den Salat.
      Viele sind auch verschuldet, durch die Geschäftemacherei der Versicherungen und Kredithaie und vieles mehr.
      Das konnte nicht gutgehen, kann man hinterher immer sagen, aber ich glaube- dass viele im Osten irgendwann überfordert und hilflos waren. Nichts geht mehr- wenn die Anerkennung der Arbeit fehlt- und die der Gesellschaft. Keiner ist da- der eine Richtung vorgibt.

      Einig Vaterland- sehe ich nicht. Es ist immer noch Ost und West und immer noch Arm und Reich.
      Armes “einig Deutschland”

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