Hartz IV ist aus Sicht der Wohlfahrtsverbände Armutstreiber Nummer eins

Dass 2010 das “Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung” ist, kommt nicht von ungefähr. Es reicht ein Blick auf die Statistiken in der Bundesrepublik. Sie belegen: Immer mehr Menschen leben an der Armutsgrenze oder haben sie längst unterschritten. Laut Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, werde die gesellschaftliche Spaltung noch weiter zunehmen und sich weiter verhärten. Als einen der Auslöser nennt er Hartz IV.

Fünf Jahre gibt es die sogenannten Hartz-IV-Leistungen inzwischen. Zum Feiern ist niemandem zu Mute – abgesehen von den Machern, die auch heute noch davon überzeugt sind, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Mehrheit wertet die Reformen als „grandiosen Misserfolg“ und beklagt vor allem den Mangel an qualifizierten Beratern in den Jobcentern. Dieses Problem scheint nicht nur an der Basis, sondern auch im Bundessozialministerium zu bestehen. Anders lässt sich nicht erklären, weshalb das Aktionsprogramm zum „Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ so deutlich am Ziel vorbeischießt.

2,3 Millionen Euro von Bund und EU stehen zur Verfügung. Fast die Hälfte streicht eine private Agentur ein, die für die Organisation des Programms verantwortlich zeichnet. Die Wohlfahrtsverbände sind zu Recht enttäuscht. Nur 40 Projekte erhalten Geld. 850 hatten sich beworben. Ulrich Schneider sieht darin „kein klares Signal“, der Armut den Kampf anzusagen. Verärgert sind viele auch über die Verteilung der Mittel. Gefördert werden beispielsweise eine Tanzgruppe behinderter Menschen, die in Fußgängerzonen ins Gespräch mit Nicht-Behinderten kommen möchte, und Projekte, die zeigen sollen, wie Arme besser mit ihrem Geld umgehen können. Damit würde, so die Caritas, nur das Vorurteil bestätigt, Hartz-IV-Empfänger seien nicht in der Lage, vernünftig zu haushalten.

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6 Antworten auf Hartz IV ist aus Sicht der Wohlfahrtsverbände Armutstreiber Nummer eins

  1. Julchen sagt:

    Benennt doch mal diese “private Agentur” oder traut sich dass wieder keiner? Alles nur Gerede und Heuchler.

    Her mit dem Namen !!
    Arm ist man in Deutschland wenn man 830 Euro hat.
    Ich hab grad knapp 700 Euro- nach 30 Jahren sozialversicherungspflichtiger Arbeit.
    Was bin ich denn dann? “Sauarm?”

    Wenn Artikel geschrieben werden, warum benennt ihr nicht Ross und Reiter?
    ***
    2,3 Millionen Euro von Bund und EU stehen zur Verfügung. Fast die Hälfte streicht eine private Agentur ein, die für die Organisation des Programms verantwortlich zeichnet
    ***

    WER ist dass denn?

  2. nethippi sagt:

    Den meisten Hartz IV-Empfängern wäre schon geholfen, wenn sich die zuständigen sachbearbeiterInnen und deren Vorgesetzten an die geltende Rechtsprechung halten würden. Häufig wird bei den Unterkunftskosten unzulässig gespart.
    Häufig reicht ein Widerspruch mit den entsprechenden Hinweisen auf Gesetze und Bundessozialgerichtsurteile aus, um sein Geld zu erhalten. Die Menschen, die keinen Widerspruch einlegen, bekommen aber weiterhin nicht ihr zustehendes Geld, obwohl die Ämter die Urteile kennen, weshalb sie den Widersprüchen unverzüglich statt geben.
    Hierbei handelt es sich um zigfachen Sozialbetrug seitens der Argen und Optionskommunen.
    Ein Beispiel ist Kassel, dort erhalten Hartz I-Bezieher Heizkostenpauschalen. Dies ist unzulässig und entbehrt jeder gesetzlichen Grundlage. Die Verantwortlichen wissen um ihren Verstoss gegen geltende Rechtsprechung, es interessiert sie aber nicht.

  3. Hartmut Holz sagt:

    Unsere Sozialverbände, wie der Sozialverband Deutschland, sollten sich endlich einmal für die Abschaffung dieser SPD Seuche ein-
    setzen.

    Es kann doch nicht sein, dass immer mehr Langzeitarbeitslose unter der Armutsgrenze leben.

    Und von den Parteien ist ja, in Sachen Hartz IV, ebenfalls rein gar
    nichts zu erwarten. Ja, die Erfinder von Hartz IV die Verantwortlichen
    der SPD finden ja ihr Werk sehr gut gelungen. Das kann man wohl laut sagen. Hartz IV hat die ganze Republik auf den Kopf gestellt.

    Also, ist die SPD nicht mehr wählbar. Denn sie steht für Armut und Niedriglöhne.

  4. Julchen sagt:

    Am allerschlimmsten finde ich, dass man- wenn man dann schon durch den Staat ruiniert wird, krank wird, hoffnungslos wird und sich dennoch immer wieder umsonst bemüht- an den Pranger gestellt wird, unter Druck gesetzt wird und letztlich “bedroht” wird.
    Diese Propaganda, die von teils studierten Leuten ( die es ja besser wissen müssten ) betrieben wird, da kann ich mich nur noch zusätzlich aufregen.
    Auch in der Vergangenheit der Geschichte wusste man- was wirklich war, dass Sündenböcke gesucht wurden und auch gefunden wurden.
    Erschreckend finde ich die Tedenz zu früheren Methoden, es wird immer mehr ersichtlich.
    Warum verbietet die Regierung nicht mal in die andere Richtung.
    Ein Euro Jobs und 400 Euro Jobs weg! Der Elite auf die Finger gehauen oder sonst wohin und Hartz IV komplett abschaffen.

    Das hält auf Dauer kein Mensch aus!
    SPD steht für mich nur für eines.- Intrigen und Betrug am Menschen.

    • heike hofmann sagt:

      Liebes Julchen, du redest mir aus der Seele! Dazu brauche ich keinen weiteren Kommentar abzugeben!
      Ich hoffe nur, dass zukünfig nicht wieder “End”-sorgungslager” eingeführt werden…!

  5. heike hofmann sagt:

    Liebes Julchen, du redest mir aus der Seele! Dazu brauche ich keinen weiteren Kommentar abzugeben!
    Ich hoffe nur, dass zukünfig nicht wieder “End”-sorgungslager” eingeführt werden…!

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