Linke in der Kritik wegen korrigierter Hartz IV Ziele

Die Vorwürfe aus den Reihen der potentiellen Wähler gegen die Linke sind keineswegs ohne, wie es so schön heißt.

Nicht unberechtigt kritisieren viele Verbraucher, die der Partei linksaußen nahe stehen, dass im Vorfeld der Wahlen in Deutschland in etlichen Punkten quasi der Schonwaschgang eingelegt wurde, den nun vor allem der Linke-Chef Oskar Lafontaine ausgiebig einlegt.

Im Klartext lautet der Vorwurf: Das Wahlprogramm enthält unter anderem im Bereich Hartz IV deutlich andere Forderungen, als die bisher angepeilten Ziele. Ursprünglich sollten Bezieher und Bezieherinnen der Transferleistung Hartz IV monatlich nach Wunsch der Linken einen Regelsatz von exakt 500 Euro erhalten vom Staat.

Davon ist nun nichts mehr zu sehen. Die geforderte Summe beläuft sich im Programm nun nur noch auf 435 Euro. Ein allzu deutlicher Unterschied und eine zu große Annäherung an die bisher geltenden Gesetzesvorgaben, wie die Anhänger der Partei finden. Selbst bei denen eigenen Parteikollegen erntet Lafontaine auch für das Einknicken beim Mindestlohn harscht gerügt.

Ging es vormals noch um zweistellige Beträge in Höhe von etwa zehn Euro zum Schutz der Arbeitnehmer-Interessen und –Bedürfnisse, die man als Mindeststundensatz gesetzlich festgelegt wissen wollte, ist diesbezüglich nun nur noch von acht Euro die Rede im Wahlprogramm der Linke.

2 Gedanken zu “Linke in der Kritik wegen korrigierter Hartz IV Ziele

  1. Sehr geehrte Redaktion,
    haben Sie das Wahlprogramm eigentlich gelesen? In der beschlossenen Version des Wahlprogramms steht eindeutig:
    “1643 – Anhebung des Regelsatzes auf 500
    1644 Euro bis zur Einführung einer
    1645 bedarfsdeckenden und sanktionsfreien
    1646 Mindestsicherung; ”

    Sie verbreiten eindeutig Lügen. Anscheinend sind Redakteure und Journalisten der Wahrheit nicht mehr verpflichtet.

    Quelle:http://die-linke.de/fileadmin/tpl/gfx/wahlen/pdf/BTW_Wahlprogramm_full_final_revMS_090511-1045.pdf

  2. Guten Morgen, Herr Lörcher.
    Ihre Kritik sei insofern angemessen, als dass sich die Zahlen inzwischen verändert haben nach der Veröffentlichung des genauen Wahlprogramms.
    Zum besagten Zeitpunkt kursierten jedoch mitunter andere Zahlen und Daten durch die Medien, weshalb die Meldung im zeitlichen Kontext durchaus nicht als Lüge bezeichnet werden kann.
    Einen oder zwei Tage später wäre die Meldung in dieser Form nicht erschienen.
    Vielen Dank für Ihre Kritik!

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