Das sind mal klare Worte: “Hartz IV muss weg“. Unter dieser Überschrift präsentiert der “Focus” ein Interview mit Uwe Hück. Der Betriebsratsvorsitzende von Porsche galt im Wahlkampf 2009 als Geheimwaffe der SPD. Jetzt redet der Mann Tacheles und lässt kaum ein gutes Haar an den Genossen, sondern fordert zu einem “Neustart” auf.
Vor allem zwei Themen brennen Uwe Hück auf den Nägeln: Die Rente mit 67 und Hartz IV. Beides gehört seiner Ansicht nach abgeschafft. “Nennen Sie mir eine Firma, die eingeführt hat, dass die Leute bei ihr bis 67 arbeiten können. Jeder Vorstand bekommt ja Pickel, wenn er nur an so etwas denkt”, erklärt Hück. Aufgrund der Leistungsverdichtung gingen die meisten mit 60 oder 63 in Rente, weil sie nicht mehr können. Jetzt sei es an der Zeit, Voraussetzungen zu schaffen, dass überhaupt länger gearbeitet werden kann: mit altersgerechten Arbeitszeiten und Arbeitsplätzen.
Im gleichen Zug müssten auch die Hartz IV-Gesetze vom Tisch. “Hartz IV beruht auf einer Fehleinschätzung”, stellt Uwe Hück. Jemand der 30 Jahre lang gearbeitet hat und aufgrund der Krise seinen Job verliere, werde auch im kommenden Jahr keine Arbeit finden. Viel schlimmer sei allerdings, dass er nach einem Jahr auf das Niveau sinke wie jemand, der nur ein Jahr gearbeitet hat. “Das ist unfair und funktioniert auf Dauer nicht”, betont der Porsche-Betriebsratsvorsitzende. Die Politik vergesse zu schnell, dass Menschen einen Gerechtigkeitssinn haben. Dementsprechend müsse das Arbeitslosengeld I auf 24 oder 30 Monate verlängert werden. Mit der jetzigen Regelung falle man nach zwölf Monaten in ein Loch.

Ich kann dem nur beipflichten. Ich hätte nichts gegen Hartz IV unter der Voraussetzung, daß es keinen Mangel an Arbeitsplätzen gäbe. Wenn es wirklich nur die treffen würde, die echt nicht arbeiten wollen. Für alle Arbeitswilligen, die unverschuldet in diese Situation geraten, ist dies ein Vergehen an der Würde des Menschen. Mit der Rente ab 67 ist es ähnlich. 1. kann nicht jeder so lange arbeiten und 2. bekommen nur wenige Ausnahmen in diesem Alter noch einen Job. Was bleibt, ist Hartz IV für die letzten Jahre bis zur Rente und dadurch wird sie obendrein noch geschmälert.
Da kann man sich nur dem Kommentar, von Frau Winter, anschliessen.
Die Bezieher, des ALG II, sollen so schnell wie möglich vermittelt werden. Fragt sich bloß wohin. Denn es gibt, für die Langzeitarbeits-
losen kaum Arbeitsplätze.
Auch sollte der Name Hartz IV abgeschafft werden. Denn diese Arbeitsmarktreform ist ja nach Peter Hartz, dem Duz Freund des Basta Kanzlers Gerhard Schröder benannt worden. Und was mit Peter Hartz los ist, das weiß doch jedes Kind.
Und mit der Rente ab 67 Jahren ist es genauso. Sie gehört sofort
abgeschafft. Denn die meisten Werktätigen können gar nicht bis 67
berufstätig sein. Oder soll etwa eine Altenpflegerin oder der Maurer
bis 67 arbeiten? Doch wohl nicht.
Und die jungen Leute haben dadurch ebenfalls das Nachsehen. Denn wenn allle Menschen bis zu dem genannten Jahr in Arbeit sind, dann fehlen irgendwann die Arbeitsplätze für die junge Generation.
Nein, Hartz IV und auch die Rente mit 67 gehörten sofort abgeschafft.
Denn beide Reformen schaden dem Land mehr als sie nützen.
Sehr geehrter Herr Holtz,ich gebe Ihnen in einigen Sätzen Schützenhilfe.Es ist eine SCHANDE, dass die Alg II Bezieher das Stigma —HARTZ IV — mit sich herumtragen.Das nuß auf jeden Fall geändert weden. In einem anderen Forum hatte jemand geschrieben,das durch HARTZ der Judenstern bald seine Auferstehung hat,nur sind diesmal alle sogenannten Hartz IV Empfänger gemeint. Wenn ich mich in unseren Nachbarländern umsehe wie Belgien oder die Niederlande, die bekommen ihre Reformen tausendmal besser in den Griff.Es wäre ganz gut,wenn unsere Politiker einmal über ihren Tellerrand sehen würden. Viele Grüße aus Aachen