Am gestrigen Tage war es in Deutschland wieder einmal so weit: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz konnte die nötigen Schritte einleiten, um für drei weitere deutsche Branchen einen gesetzlichen Mindestlohn zu schaffen.
Dies war das Ergebnis des Tarifausschusses, in den Arbeitnehmer und Arbeitgebervertreter den neuen Regelungen zustimmten. Neben den Unternehmen der Sicherheitsbranche profitieren von den neuen Regelungen vor allem die Mitarbeiter aus der Abfallwirtschaft und Arbeitnehmer in Großwäschereien. Bei den Gewerkschaften stoßen die Regelungen fast durchweg auf Zuspruch.
Denn durch die Mindestlöhne – in dieser Sache ist man im Grunde auf allen Seiten einig – will man dafür sorgen, dass Arbeitnehmer nicht als so genannte Aufstocker auf finanzielle Unterstützung in Form von Hartz IV angewiesen sind. Immer wieder fällt in diesem Kontext der Satz „Armut durch Arbeit“. Diese Tatsache soll durch weitere Mindestlöhne auf dem deutschen Arbeitsmarkt zunehmend an Gewicht verlieren.
Dass Arbeitnehmer vor dem Absturz in Hartz IV sicher sind, sieht man indes dennoch nicht als gegeben. So kritisiert man bei der IG Bau in Baden-Württemberg in dieser Sache die in den vergangenen Wochen stetig gesunkenen Reallöhne und vor allem den sukzessiven Abbau von Kündigungsschutz.
Dass es daher bei den bisherigen 1,3 Millionen Hartz IV Aufstockern bleiben wird, hält keineswegs jeder kritische Beobachter für wahrscheinlich. Insbesondere die so genannten unregulierten Arbeitsverhältnisse haben bereiten den Gewerkschaften verstärkt Kopfzerbrechen.

Ja Guten Morgen,
haben das unsere Politiker auch inzwischen festgestellt oder ist das endlich auf Planet Berlin angekommen? Man sollte mal vielleicht eine Pisa-Studie bei den Politikern machen, inwieweit sie Dinge verstehen und begreifen.
Das ein ausreichender Mindestlohn verhindert, dass man auf Aufstockungen angewiesen ist, begreift doch selbst ein Kind. In Frankreich ist da vieles intelligenter und weitschauender geregelt. Warum dauert das in Deutschland nur immer so lange, bis man zukunftsweisende, wirtschaftspolitische Maßnahmen durchsetzt, wo aufgrund eines ausreichenden Mindestlohns auch die Bürger wieder mehr kaufen können, dass wieder Gewinne gemacht werden? Warum hat es die Zeitarbeit beispielsweise in Frankreich schwerer wie in Deutschland sich durchzusetzen? Warum wohl? Weil aufgrund des Mindestlohns von nahezu 9 Euro da kein “Sklavenhändler” überleben kann. Da halten sich nur die Firmen, die auch gerechte Löhne zahlen und solange es in Deutschland keinen gesetzlichen MIndestlohn gibt, solange werden die Reallöhne weiter sinken und irgendwann wird man mit hoher Qualifizierung oder als Studierter zum Nulltarif wohl herangezogen werden. Hoffentlich sind wir dann vor lauter Ausbeutung noch in der Lage rechtzeitig uns gegen solche Machenschaften zur Wehr zu setzen. Sammeln wir unsere (noch) vorhandenden Kräfte vorher und sagen wir Nein zu Dumpinglöhnen! Das wäre doch mal eine Zivilcourage und sich nicht immer alles so gefallen lassen und hinnehmen.
der größte quatsch den ich je gehört habe…
ich gehe arbeiten… elektriker… tarif… habe 3 kids und frau.
wir bekommen trotzdem alg… weils einfach nicht reicht.
Hallo.
Jetzt schreib ich mal meine Meinung:
Ich bin Elektriker, habe Frau und Kind.
Wie kann es sein, das man als reiner Harz4 Empfänger mehr Geld hat als wie wenn man arbeitet?
Obwohl Harz4 zur Sicherung des Lebensunterhalts dienen soll.
Wenn ich wieder arbeiten bin muss ich mit Harz4 aufstocken damit ich einigermaßen über die Runden komme.
Einfach ausgedrückt. Die Löhne bzw. Die Preise zwingen einen normalen Handwerker an die Armutsgrenze.
Trotzdem fragen sich die Politiker wo das Problem währe.
Es ist ja schließlich bis heute nicht gelöst.
Meine Meinung.
Steuern runter für den kleinen Mann, und
Mindestlöhne rauf.