Ob das Modell auf lange Sicht Schule machen wird, ist momentan sicher nicht absehbar sein. Aber das Angebot aus der bayerischen Landeshauptstadt ist in jedem Fall eine Angelegenheit, die medienwirksam für große Aufmerksamkeit sorgt.
Ein privater Anbieter für Jobvermittlung hatte sich ein Angebot der besonderen Art überlegt. In einer Art Schnell-Vermittlung – oder wie es in der Presse genannt wird: Job-Speed-Dating – nach dem Vorbild einer ähnlichen Aktion aus England wollte das Unternehmen rund 1000 Menschen mit Hartz IV Anspruch die Chance auf einen beruflichen Neustart geben.
Anmelden mussten sich die Teilnehmer im Münchener Rathaus. in zehnminütigen Gesprächen mit regionalen und überregionalen Unternehmen erhielten die Arbeitssuchenden die Gelegenheit, sich im rechten Licht darzustellen und die Jobsuche auf engstem Raum voranzutreiben.
Renommierte deutsche Unternehmen wie Siemens und die Deutsche Bahn schickten ebenso Mitarbeiter aus ihren Personalabteilungen wie McDonald’s. Unbekannt ist bisher noch, wie hoch die Erfolgsquote der Hartz IV Vermittlungsaktion gewesen ist und wie viele der Teilnehmer tatsächlich die Chance auf ein weiteres Gespräch bei den Unternehmen selbst erhalten haben
Richtig ist, dass immerhin 50 Firmen dem Aufruf gefolgt sind. So bleibt zu hoffen, dass die Aktion nicht nur ein guter PR-Gag für die Arbeitsvermittlung war, sondern dass wirklich möglichst viele Mitarbeiter für die 300 offenen Stellen gefunden werden konnten.

Richtig ist, das wahrscheinlich alle ALG II Empfänger von der ARGE dorthin “gepeitscht” wurden mit der Androhnung von Sanktionen. Zum Anderen, kommen die Firmen gern, um sich aus der Herde billig was rauszugreifen.
Tolle Idee – die einen müssen und die anderen dürfen sich bedienen (moderner Sklavenmarkt) und wie man liest sind Ergebnisse nicht bekannt geworden.
Siemens, Deutsche Bahn und CO. bekommen ja sonst keine Bewerbungen von Jobsuchenden – LOL.
PS: Ich habe bei so einer ähnlichen Veranstaltung mal reingeschaut, war nicht geladen und wurde somit, obwohl ich anmerkte, ich sei auf Jobsuche, als unerwünscht “entfernt”.