Weniger Kinder mit Hartz IV Bedarf

Auch in der schwersten Zeit gibt es wenigstens ab und zu Meldungen, die für Erleichterung sorgen. So zum Beispiel bei den Mitteilungen, die aus Nürnberg von der Bundesagentur für Arbeit publiziert wurden.

Im Falle von Hartz IV ist zum ersten Mal in der Geschichte der Sozialleistung die Zahl der beziehenden Kinder in Deutschland gesunken. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr belaufen sich die Schätzungen für 2008 momentan auf ein Minus von 3,6 Prozent.

Dabei handelt es sich den ersten Rückgang überhaupt, seit Hartz eingeführt worden ist. An der schwierigen Lage für die Kinder hierzulande und die wirtschaftlichen Bedrohung, der die Kinder in Hartz IV-Familien ausgesetzt sind, hat sich laut BA jedoch nicht allzu viel verändert.

Auf die genauen Zahlen für 2008 wartet man in Nürnberg noch. Doch die Spekulationen gehen dahin, dass im Verlaufe des vergangenen Jahres eine Gruppe von etwa 1 826 000 deutscher Kinder in der Altersgruppe bis 15 auf die staatliche Leistung Hartz IV angewiesen war.

Das wären immerhin fast 70 000 Kinder und Jugendliche mit Hartz IV Bedarf weniger als 2007. die schwächelnde Konjunktur im laufenden Jahr allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit die Bezugsgruppe drastisch wachsen lassen.

Betroffen sein werden aus Sicht der Bundesagentur in Folge der zunehmenden Verschlechterung der Wirtschaft erneut insbesondere die alleinerziehenden Eltern in Deutschland, für die sich die Vereinbarkeit von Arbeit und Erziehung nach wie vor schwer gestaltet.

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Eine Antwort auf Weniger Kinder mit Hartz IV Bedarf

  1. Marianne sagt:

    Ich könnte mir auch einen anderen Grund vorstellen, weshalb die Zahl der von Alg-II abhängigen Kinder im Alter bis zu 15 Jahren zurückgegangen ist…

    Das werden die Jahrgänge sein, wo die Geburtenrate zurückging… Und die nach 15jährigen zählen wohl nicht mehr als Kinder…

    Auf der anderen Seite wird ja schließlich genauso von einer immer größer werdenden Zahl von alleinlebenden Berufstätigen gesprochen… Und die haben wohl auch eher seltener Kinder… (weil sie sonst meist alleinerziehende Frauen sind und von Firmen erst recht nicht mehr eingestellt werden…)

    Diejenigen, die noch darauf vertrauten, dass irgendwas von dem Sozialgefasel der Politiker stimmt und deshalb “Familien” gründeten… haben sich bei der Wirtschaftslage und der tatsächlichen Politik wohl einfach nicht mehr verarschen lassen…

    (z.B. Politik für Zeitarbeitsfirmen, gegen Kindergarten- und Kinderkrippenplätze, Abschaffung von allen möglichen kinderfreundlichen Maßnahmen… Irgendwann gabs doch mal Schulessen…, Hortversorgung (kostenlos) oder? – ach nein, das war der andere den bundesdeutschen Staat zur Sozialpolitik zwingende Staat…)

    “Soziale” Marktwirtschaft gab es nie freiwillig… Die gab es nur – wie in allen anderen Bereichen auch – aufgrund der Konkurrenz des anderen Systems!

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