Hartz IV und Faulheit gehören nicht zusammen!

Empfänger von Hartz IV oder dem klassischen Arbeitslosengeld sehen sich immer wieder mit drastischen Vorwürfen konfrontiert, sie seien nur zu faul sich Arbeit zu suchen.

Eine Studie mit Angaben aus dem SOEP, dem so genannten Sozio-ökonomischen Panel mit Zugehörigkeit zum Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, hat nun ans Tageslicht gebracht, was vielen Empfängern der Hartz IV-Sozialleistungen aus der unzufriedenen Seele sprechen wird. Die Umfrage bestätigt, dass Hartz IV-Empfänger keinesfalls weniger gewillt sind Leistung zu bringen und zu arbeiten als diejenigen mit einem Arbeitsplatz.

Vielmehr gibt es inzwischen eher Studien, die eher den Arbeitnehmern nachsagen, ein Großteil der Angestellten erledige während der Arbeitszeit nur das Nötigste und habe bereits mit dem eigenen Job abgeschlossen. Wie immer und überall gibt es verschiedene Menschen. So gibt es bei den Beziehern von Hartz IV sicher auch solche, die sich lieber auf dem Geld vom Staat ausruhen.

Für die große Mehrheit gilt jedoch, dass sie lieber heute als morgen einer festen Arbeit nachgehen würden, so das DIW. Schwierig gestaltet sich die Lage an anderer Stelle. Denn etwa 20% der Hartz IV-Empfänger haben keine Hauptschule erfolgreiche absolviert, jeder sechste Empfänger hat keine abgeschlossene Ausbildung hinter sich gebracht. hat jeder fünfte Hartz-IV-Arbeitslose keinen Hauptschulabschluss und jeder dritte keine Berufsausbildung.

So erklärt sich rasch, wieso die Chancen auf eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt für diesen Teil der Arbeitsagentur-Kunden so schlecht stehen in vielen Fällen.

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9 Antworten auf Hartz IV und Faulheit gehören nicht zusammen!

  1. Thomas sagt:

    Gerade der dritte Absatz ist meiner Meinung nach entscheidend. “Viele würden gerne arbeiten” – das lasse ich mal so dahin gestellt. Wer in seiner Zukunft arbeitn will, der versucht auch einen Schulabschluss oder gar eine Berufsausbildung zu absolvieren.

    Was erwarten die Leute ohne Schulabschluss??? Jeder hat in Deutschland die gleichen Chancen, was einen Schulabschluss anbelangt, sei es der Haupt-, Realschulabschluss oder gar das Abitur. Wer keinen Schulabschluss macht, weil er sich viel lieber die Kante gibt, kifft oder mit anderen Jugendlichen abhängt, der kann auch nichts erwarten.

    Ich bin selbst Arbeitgeber und würde jemanden ohne Schulabschluss nicht einstellen. Einfach aus dem Grund, weil ich an der Zuverlässigkeit des Mitarbeiters zweifeln würde – es würde nicht mal für die Stelle als Reinigungskraft reichen.

    Gerade Jugendliche sollten schon während der Schulzeit an das spätere Berufsleben denken und nicht glauben: “Das wird schon!” So ist es eben nicht und da braucht mir keiner zu erzählen, die wollen arbeiten. So wie man sich bettet, so schläft man dann auch!!!

  2. Manja sagt:

    Leicht reden kann jeder!Wer möchte nicht arbeiten?Abiturenten haben heutzutage genauso wenig Chancen eine Berufsausbildung zu bekommen als einer der kein Schulabschluss hat!!!Der deutsche Staat meint er tut was für unsere Kinder aber ein scheiss tut er!!!Das fängt mit den Kitaplätzen an und hört irgentwann mit den Lehrstellen auf!!Und dann wundern sich die Leute von oben das die Jugend keine Arbeitsmoral haben.Wenn ich Arbeitgeber wäre würde ich allen Leuten eine Chance geben egal ob sie einen Abschluss haben oder nicht!!!!!!!!!!!!!!!Der deutsche Staat tut eher was für die sogenannten eingebürgerten Ausländer als für seine eigenen Landsleute.An alle Arbeitsnehmer gebt unsere Jugend doch mal ne Chance und dann könnt ihr urteilen.

  3. Thomas sagt:

    Das zum Thema leicht reden:”Der deutsche Staat tut eher was für die sogenannten eingebürgerten Ausländer als für seine eigenen Landsleute”. –> Können Sie diese Aussage auch belegen oder ist das einfach nur daher gesagt?

    Ich habe selten so einen Quatsch gehört!!!

    Sie schreiben oben, es herrsche Mangel an Lehrstellen…dem ist nicht so. Es fehlt einfach an qualifizierten Leuten (Schulabschluss) die Lehrstellen zu besetzen.

    Leicht reden kann jeder!Wer möchte nicht arbeiten?Abiturenten haben heutzutage genauso wenig Chancen eine Berufsausbildung zu bekommen als einer der kein Schulabschluss hat!!!–> Abiturienten haben aber die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen und dann eine Arbeit zu finden.

    Meiner Meinung nach ist es jedem in Deutschland möglich, zumindest den Hauptschulabschluss zu schaffen. Wer den nicht schafft, der muss sich auch nicht wundern, dass er keine Lehrstelle bekommt. Wenn es keine Aussicht auf Lehrstellen im Wunschberuf gibt, muss man sich Alternativen suchen und nicht gleich den Staat dafür verantwortlich machen.

  4. Inge sagt:

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier auch die gängigen Klischees wiedergekäut werden. Doch, Arbeitslose wollen arbeiten – das kann ich nur bestätigen. Was den mangelnden Schulabschluss angeht, gibt es bei manchen Betroffenen dafür Gründe. Es sind nicht jene, die bei einem der vorherigen Schreiber aufgeführt sind. Es gibt auch Gründe dafür, dass dieser Abschluss nicht nachgeholt werden kann.
    Zum Beispiel gibt es Menschen, die nur praktisch bildbar sind – Lernschwäche nennt sich dies. Der Eine hat es weniger schwer damit, der andere mehr. Und doch wollen diese Menschen arbeiten – meistens praktisch, manche auch mit Vorliebe im Freien an der frischen Luft.

    Es gibt welche, die schlicht von der Natur her schon mit viel körperlicher Kraft ausgestattet sind, aus denen wird eben kein Bürohocker. Damit sind sie unglücklich, und untalentiert dafür. Ich kenne diese Menschen persönlich, und sie trinken nicht, sie kiffen auch nicht, sondern sind bemüht darum, jede Arbeit anzunehmen, die es auch immer gibt, welche ihnen halbwegs entspricht. Dass das schwer ist, das dürfte wohl klar sein.

    Besonders jene mit der gravierenden Lernschwäche, die aber alles Praktische rasch und gründlich begreifen, haben es heute schwer. Es ist bedauerlich, dass leider die wenigen, die nicht arbeiten wollen / können, und damit irgendwie auffallen, das Bild für die anderen mehr prägen, als jene die sich abstrampeln.

    Die, welche offenbar nicht wollen, haben meistens Probleme, und zwar massiv. Das sagt man aber nicht gerne, also wird auf den Putz gehauen, wie gut es einem angeblich geht. Es ist oft auch viel Trotz dabei. Leider ist das die falsche, weil kindische Methode. Folglich kann man davon ausgehen, dass solche Menschen auch psychisch geschädigt sind.

    Es ist einfach, rasch zu urteilen, schwieriger ist es, den Dingen bei den Menschen auf den Grund zu gehen. Solange wir Menschen und deren Schicksale so behandeln, als gehörte dies alles irgendwie auf den Müll der Gesellschaft, wenn sie nicht vorschriftsmäßig funktionieren, und jene Dinge tun, die sie unbedingt – wie alle anderen – tun sollten, wird sich an dem Gegeneinander, an der Verurteilerei nichts ändern.

    Psychisch gehandicapte, Lernbehinderte, wie auch sonstige Behinderungen wird es bei den Menschen immer geben. Wir alle sind nicht perfekt, auch die Manager und Arbeitgeber sind es nicht unbedingt immer, und die arbeitenden Menschen müssen auch damit zurechtkommen. Warum also nicht auch umgekehrt?

  5. Nate sagt:

    Ich bin 50, habe einen qualifizierten Schulabschluss und 2 hochwertige Ausbildungen … und ich habe Hartz4!!! Und keinerlei Cahnce da raus zu kommen … mit 50 ist man doch schon scheintot … zumindest wenn es nach der Meinung der Arbeitgeber geht! Und dass ich nicht für 3 Euro die Stunde arbeiten kann, weil vom Gehalt 3 Leute satt werden müssen, sollte auch jeder verstehen!

    • Michael Kerkow sagt:

      Dann suchen Sie sich eine Arbeit. Mir kann keiner erzählen, dass es in ganz Europa keinen Job für jemanden wie sie gibt. Wenn man allerdings nicht bereit ist, mehr als 10km umzuziehen, sind Sie selbst Schuld.

  6. Franzose sagt:

    Hartz IV und Faulheit gehören auf jeden Fall NICHT zusammen! Hartz IV und Frust dagegen aber schon. Wenn man mal zuerst so “fleissig” war und vorausgesetzt guter Qualifikation, 100 Bewerbungen geschrieben hat, die aber als feige Absage zurückkamen, ohne dass man den eigentlichen Grund erfahren durfte, so steigt dann langfristig auch der Frust über jede Absage, da man ja was erreichen will: Mal endlich wieder einen ordentlichen Arbeitsplatz.

    Wenn aber Jemand im Laufe der Zeit der Arbeitslosigkeit die vergeht, merkt, dass alle Mühe umsonst ist, so ist es nur mehr als logisch auch aus psychoanalytischer Hinsicht, dass man sich seinem “Schicksal” hingibt und auf die Arbeitgeber und Unternehmer, die einen aus Gründen der Langzeitarbeitslosigkeit eh ablehnen werden, keine Lust mehr verspürt. Da müsste ein Arbeitgeber schon so etwas wie eine Zusicherung an Jemanden machen, der seit Jahren sich vergeblich nach einem Arbeitsplatz wieder sehnt.

    Übrigens wird da gerne ein Vorwand gefunden, um zu entschuldigen, dass Hartz IV oft was mit schlechtem Abschluss oder gar keinem Abschluss war zu tun hätte. Ich kenne persönlich einige (noch relativ junge) Leute, die Hartz IV bekommen und alle über mindestens einen Abschluss verfügen, nie die Schule geschwänzt haben, eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und danach trotz allem irgendwann nach Kündigung und langer Arbeitssuche in Hartz IV abgerutscht sind.

    Was mir gerade an Deutschland auffällt ist die einfach schlechte Unternehmenskultur gepaart mit einer grossen menschlichen Inkompetenz. Das hat mit Intelligenz und Weitsicht bzw. Toleranz was zu tun, ob ich Jemandem, der nun mal wieder arbeiten will eine Chance gebe, trotz dass er vielleicht langzeitarbeitslos ist. Es gibt sehr viele Studien, die diese These bestätigen. In kaum einem anderen Land in der EU sind die Menschen so lange langzeitarbeitslos und quasi aufs “Abstellgleis” gestellt, wie in Deutschland. Das ist ein Armutszeugnis für eine Wirtschaft und ein Land, was sich selbst gerne oft als fortschrittlich bezeichnen will. Wo steckt da die Zukunft, wenn man das Potential und die positiven Resourcen der jetzigen Arbeitslosen einfach so verpuffen lässt. Da klagt die Wirtschaft über Fachkräftemangel ist sich aber ihres Mangels an Verantwortung für die Zukunft im Sinne von Weiterbildung und Tolernanz nicht bewusst. Na, dann geh doch unter du dumme Wirtschaft! Andere Länder ist Europa sind euch Meilen mittlerweile voraus im richtigen Umgang mit menschlicher Kompetenz!

  7. Jens Volbers sagt:

    Ein Vorurteil wer meint das Hartz 4 – Bezieher faul sind denn es gibt auch viele
    ältere Menschen die Hartz 4 beziehen und keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt
    haben . Warum werden die Menschen vergessen die unser Land mit aufgebaut haben
    zu mal die meiste Berufserfahrung haben ? Ein Skandal das die Firmen keine ältere
    Menschen mehr einstellen und mir graut schon wenn ich bald 50 werde und arbeitslos bin … Die Firmen müssten zwangsverpflichtet werden ältere ” Langzeitarbeitslose ”
    einzustellen ansonsten Androhung von hohen Konventionalstrafen . Das wirkt…

  8. JENS SYDOW sagt:

    ES ist wirklich zum zu Grabe tragen.Ich angagiere mich für sozial Schwache,Kranke und Notdürftige.Sei es eine Wohnungsrenovierung oder mal eine Einkaufsfahrt.Das ganze kann man uneigennützig dem HJC vortragen,es interressiert keinen. Es zählen nur Bewerbungen.Bewerbungen.Bewerbungen.Ich habe 3Berufe und trotzdem nur Absagen.Vom HJC bekomme ich pro Woche 2 Angebote von Freizeitfirmen(Zeitarbeitsfirmen),diese Sklavenlöhne ich dankend ablehne und lieber ich umsonst arbeite.

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