Hartz IV nicht erfolgreich genug

Die erhofften Ziele vom System Hartz IV musste die Bundesregierung ohnehin immer wieder korrigieren …

Nun, da die SPD mit Wolfgang Clement auch noch einen maßgeblichen Vorreiter in Sachen Arbeitsmarktreformen und Hartz IV ausgeschlossen hat, werden auch die Stimmen gegen das Projekt wieder lauter.

Dabei ist es nicht nur der Deutsche Landkreistag, der deutliche Kritik daran äußert, dass noch immer oder mittlerweile etwa jeder 11. Deutsche auf die Bezüge aus Hartz IV angewiesen ist, um das Leben finanzieren zu können. Und da ausgerechnet im Moment, wo doch allerorts von der angeblich so deutlichen Entspannung auf dem Markt gesprochen wird.

Noch immer sind es gut sieben Millionen Bundesbürger, die ohne Zuwendungen des Staates nicht wüssten, wie sie am nächsten Tag Lebensmittel, Miete und Energiekosten bezahlen sollten.
Die Gegner von Hartz IV geben beim Blick auf die nackten Zahlen zu bedenken, dass bei genauer Berechnung die Zahl der Menschen ohne Arbeit um etwa fünf Millionen höher läge, nur tauchen viele der Bezieher von Hartz IV in den Statistiken schlicht nicht auf.

Wichtiger als der Hinweis auf sinkende Beitragsteller mit einem Schulterklopfen für die eigenen Leistungen sei es, dafür zu sorgen, dass die Bezieher von Arbeitslosengeld schneller und besser den Weg zurück in die Berufstätigkeit finden, so der Deutsche Landkreistag.

Denn nach wie vor schaffen es zu wenige Empfänger der staatlichen Zuwendungen, die Arbeitslosigkeit zu überwinden. Dies gelte im Besonderen für die deutschen Großstädte wie etwa Berlin, dort ist die Zahl der Hartz IV-Bezieher sogar noch höher.

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Eine Antwort auf Hartz IV nicht erfolgreich genug

  1. harzie58 sagt:

    Es war von Anfang an klar, dass Hartz4 schiefgehen mußte!

    Es gibt eben Leute, die werden von der deutschen Wirtschaft für seriöse gute Jobs partout nicht eingestellt, egal ob sie sich weitergebildet haben oder nicht.
    Darunter fallen auch Behinderte, chronisch Kranke, ältere Arbeitnehmer und sicherlich auch heimlich verfolgte politisch nicht Erwünschte.

    All diese Menschen sind zu schlechtesten uind billigsten Jobs verdammt, entweder durch 1-Euro-Jobs oder durch die auf 100 Euro begrenzten Nebenjobs.
    Dazu kommt noch die Vertreibung aus der Wohnung, da Angemessenheit inzwischen auf dem Niveau der Sozialhilfe definiert wird.(Obwohl es ursprünglich so gar nicht gemeint sein konnte, da die wenigsten Arbeitslosen vorher unter Sozialhilfebedingungen gelebt haben.)
    Das heißt auch, wer nicht dazu verdienen kann, auch keine Hilfe in Form von Darlehen (Geschenke gehen nicht!) von der Familie oder sonst jemand bekommen kann, oder auch nicht schwarzarbeiten kann, gerät unweigerlich in die Kette:

    Armut, Krankheit, Elend, Siechtum und Tod.
    Natürlich nach Salami-Taktik und längerfristig.

    Und ändern wird sich von Seiten der Arbeitgeber auch nichts daran durch etwaigen Fachkräftebedarf; den besorgt sie sich, so war es zumindest gedacht, über die Migranten, die dann die fehlenden Einheimischen ersetzen sollten.
    Nur, ob dass bis jetzt auch so geklappt hat, ist zweifelhaft, denn viele Migranten haben eben auch migrationsbedingte Schwierigkeiten, wie Sprache und Kultur.

    Und wehe, der Abschwung kommt!

    Und einer von denen, die mit an diesem System so “erfolgreich” operational gedreht haben, so dass man Angst vor jedem “ARGE-Brief” haben muß, ist nunmal Herr Clement.

    Wenn das mit Clement klappt, dann sollte es auch mit Herrn Sarrazin klappen und den anderen Dominosteinen.

    Es wäre auch ein Beweis der Selbstreinigungskraft der Partei, die man bis jetzt vermissen mußte, wie übrigens bei allen sozialistischen und kommunistischen realen Parteien.

    Die wahre Sozialdemokratie würde sich darüber freuen.

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